Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Albrecht Alt

geboren: 20. September 1883 in Stübach (Bayern)
gestorben: 24. April 1956 in Leipzig
Konfession: evangelisch
Vater: Pfarrer

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Albrecht Alt

Nach Besuch von Gymnasien in Neustadt an der Aisch und Ansbach studierte Altan den Universitäten Erlangen und Leipzig sowie am Predigerseminar München. Seine erste Palästinareise unternahm er 1908 als Stipendiat des Deutschen Evangelischen Instituts für Altertumswissenschaft des Heiligen Landes in Jerusalem. Am 22. Mai 1909 promovierte ihn, inzwischen Inspektor des Theologischen Studienhauses in Greifswald, die dortige Universität zum Lic.theol. mit einer Arbeit über »Israel und Ägypten«, am 28. Mai 1909 wurde er habilitiert. 1912 folgte die Ernennung zum außerordentlichen Professor für
das Fach Altes Testament. 1914 erhielt er den Titel Dr. theol. und nahm einen Ruf als Ordinarius an die theologische Fakultät der Universität Basel an. Während des Ersten Weltkrieges war er an der türkischen Front
eingesetzt, was ihm Gelegenheit gab, so urteilte die theologische Fakultät der Universität Halle anlässlich seiner Berufung 1921, »ein trefflicher Kenner der Sprache und Landeskunde Palästinas zu werden«. 1916 erhielt er
die Osmanische Kriegsmedaille, im Juli 1918 das Eiserne Kreuz 2. Klasse. Ab Mai 1921 wirkte er in Halle, nahm jedoch zum 1. April 1922 einen Ruf an die Universität Leipzig an. Im November 1921 wurde er zum Pfarrer und Probst der Erlöserkirche in Jerusalem ernannt und war gleichzeitig Vorsteher des Deutschen Evangelischen Instituts in Jerusalem. Nach seiner Rückkehr 1923 leitete er ­ bis 1935 ­ die alljährlichen Stipendiatenreisen zum Institut.
Gemeinsam mit Otto Eißfeldt und Paul Kahle vollendete er 1929 die dritte Auflage der »Biblia Hebraica«, einer textkritischen Ausgabe des hebräischen Alten Testaments. Mehr Historiker als Theologe widmete er sich zahlreichen
Einzeluntersuchungen der israelitischen und altorientalischen Geschichte, etwa zu den Feldzügen Tutmosis III. und der Gaueinteilung Salomos sowie der
Staatenbildung in Palästina.

Organisationen: ab 1925 Vorsitzender des Deutschen Vereins zur Erforschung Palästinas

Quellen: UAHW, Rep. 11, PA 3899 (Alt), www.bautz.de

Autor: HE

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