Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Paul Gabriel

geboren: 15. Dezember 1883 Steinhorst (Hannover)
gestorben: 20. April 1964 Wernigerode
Konfession: evangelisch reformiert
Vater: Pfarrer

Paul Gabriel

Das Abitur legte Gabriel 1902 am Gymnasium in Quedlinburg ab, danach studierte er in Tübingen, Berlin und Halle Theologie. Hier bestand er 1906 die erste theologische Prüfung. Seinen Wehrdienst leistete Gabriel 1906/07 im Garderegiment Berlin, danach war er Erzieher im Evangelischen Johannesstift Plötzensee und setzte seine Studien von 1908 bis 1910 am Predigerseminar Naumburg am Queis fort. 1910 promovierte er an der Universität Erlangen zum Dr. phil. und legte die zweite theologische Prüfung in Magdeburg ab. Nach kurzer Tätigkeit als Hilfsprediger arbeitete Gabriel von 1911 bis 1914 als Studien-Inspektor am Predigerseminar in Wittenberg. 1913 wurde er an der Universität Halle zum Lic. theol. promoviert. Von 1914 bis 1916 war Gabriel Feld- und Lazarettgeistlicher sowie Etappenpfarrer, ausgezeichnet wurde er mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse. Danach wirkte er als Pfarrer in Stülpe bei Jüterbog, seit 1921 war Gabriel Domprediger in Halle. 1932 erhielt er einen Lehrauftrag für Kirchenkunde der Provinz Sachsen und des Landes Anhalt, sowie Geschichte des Kirchenliedes. Von 1940 bis 1943 vertrat er den Lehrstuhl des eingezogenen Paul Keysers für Praktische Theologie. 1944 wurde Gabriel Superintendent des reformierten Kirchenkreises Halle und Konsistorialrat, von 1946 bis 1950 vertrat er erneut das Fach Praktische Theologie an der Universität Halle. 1950 wurde der ihm erteilte Lehrauftrag widerrufen, nachdem sich Gabriel gegen die unfreien Studentenratswahlen gewandt hatte. 1952 erhielt Gabriel erneut einem Lehrauftrag, diesmal für Reformierte Kirchengeschichte. 1956 legte er diesen nieder.

Organisationen: 1919 bis 1933 DNVP. 1945 CDU.

Quellen: UAHW, Rep. 11, PA 6434 (Gabriel); UAHW, Rep. 6, Nr. 1407.

Bild: UAHW

Autor: HE

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