Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Carl Hinrichs

geboren: 30. April 1900 Emden
gestorben: 6. März 1962 Berlin (West)
Konfession: evangelisch-lutherisch
Vater: Kaufmann

Carl Hinrichs

Bis 1919 besuchte Hinrichs Volksschule und Gymnasium in Emden. Von 1919 bis 1926 studierte er Geschichte, Germanistik, Kunstgeschichte und französische Sprache an den Universitäten Jena, Heidelberg, Tübingen, Marburg, Bonn und Köln. 1925 promovierte er in Jena zum Dr. phil. und legte dort auch 1926 die Prüfung für das höhere Lehramt ab. Das Referendariat absolvierte er in Jena und Altenburg. Von 1927 bis 1932 war er Mitarbeiter der Acta Borussica bei der Preußischen Akademie der Wissenschaften, 1928/29 absolvierte er den Vorbereitungsdienst für die höhere Archivlaufbahn, 1930 wurde er wissenschaftlicher Hilfsarbeiter am Geheimen Staatsarchiv in Berlin-Dahlem. (1931 Archivassistent, 1934 Archivrat). 1938 habilitierte er sich an der Universität Berlin. Ohnehin nur tauglich für die Landwehr, wurde er 1941 uk. gestellt zur Vollendung einer größeren wissenschaftlichen Arbeit (»Friedrich Wilhelm I, König in Preußen«). 1942 wurde er gegen seinen Willen an das Königsberger Archiv versetzt, aber zugleich zum Dozenten an der Universität Königsberg ernannt. Hier vertrat er 1943/44 den Lehrstuhl für Neuere Geschichte. Ab April 1944 vertrat er den vakanten Lehrstuhl für Neuere Geschichte in Halle. Im Oktober 1944 wurde er zum außerordentlichen Professor ernannt. Ab November 1944 diente Hinrichs im Volkssturm. Im Oktober 1945 entlassen, erteilte ihm die SMA 1946 einen Forschungsauftrag zu Thomas Müntzer. Die seit 1946 betriebene Rückberufung bzw. die Neuberufung auf einen Lehrstuhl für Historische Hilfswissenschaften scheiterte am Einspruch des Kurators bzw. später der SED. 1951 wurde er zum ordentlicher Professor an der Freien Universität Berlin berufen.

Organisationen: NSDAP seit 1. Mai 1933 (Mitglied Nr. 2 637 372), 1934 RDB, RLB, NSV (1939 bis 1941 Blockwart), 1938 VDA. 1946 CDU.

Quellen: UAHW, Rep. 11, PA 568 (Hinrichs); UAHW, Rep. 6, Nr. 1407; DBE Bd. 5, S. 54.

Autor: HE

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