Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Maximilian Oberst

geboren: 6. Oktober 1849 Regensburg
gestorben: 18. November 1925 Halle
Konfession: katholisch
Vater: nicht ermittelt

Maximilian Oberst

Nach dem Studium der Medizin erhielt Oberst 1874 in München die Approbation als Arzt. Von 1874 bis 1877 arbeitete er als Assistenzarzt am chirurgischen Krankenhaus Augsburg. 1876 promovierte er an der Universität Erlangen mit einem statistischen Bericht über die chirurgische Abteilung des Krankenhauses Augsburg, aus dem Oberst die Zweckmäßigkeit verschiedener Operations- und Wundversorgungsmethoden ableitete. Ab 1877 war er Assistent an der chirurgischen Universitätsklinik Halle unter Richard Volkmann. 1881 habilitierte er sich in Halle mit einer Arbeit über die Einflüsse antiseptischer Behandlung nach Amputationen, ebenfalls ein eher statistischer Bericht. 1884 wurde er zum außerordentlichen Professor ernannt. Bis 1894 leitete er die chirurgische Poliklinik der Universität. Als Nachfolger Volkmanns im Gespräch, verließ Oberst die Universität 1894, als Friedrich von Bramann als Nachfolger von Volkmanns berufen wurde. Von 1894 bis 1920 war er Leiter und Chefarzt des Krankenhauses Bergmannstrost in Halle. 1919 wurde er zum ordentlichen Honorarprofessor ernannt. Oberst entwickelte verschiedene Verfahren zur Anästhesie, trug zur Verbreitung des Röntgens in der Chirurgie bei und leiste Beiträge zur allgemeinen und Kriegschirurgie. 1897 wurde der geschickte Operateur zum Ritter 1. Klasse des Anhaltischen Hausordens Albrecht des Bären für »der herzoglichen Familie geleistete Dienste« ernannt. Preußen ehrte Oberst mit dem Roten Adler-Orden IV. Klasse.

Quellen: UAHW, Rep. 11, PA 12076 (Oberst); Dissertation.

Autor: HE

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