Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Johannes Sperlette

geboren:29. November 1661 Mouzon bei Sedan
gestorben:5. Februar 1725 Halle
Konfession:reformiert
Vater:

Johannes Sperlette

Ab 1670 besuchte Sperlette die Akademie in Sedan, ab 1676 die Universität in Reims. Hier studierte er vor allem Philosophie und Mathematik bis er dort 1679 promoviert wurde. Mit der Aufhebung des Edikts von Nantes 1683, also dem Verbot der Hugenotten in Frankreich, floh Sperlette wie viele seiner Glaubensgenossen nach Holland. An der Universität Leiden konnte er weitere Studien betreiben.

1689 wurde Sperlette als Direktor und Lehrer an das französische Gymnasium in Berlin berufen. Am 20. März 1695 erhielt er den Ruf als ordentlicher Professor für Philosophie und Mathematik an die neugegründete Universität Halle. Am 9. März erhielt er zudem den Lehrstuhl für Moral und wurde zum königlich-preußischen Rat ernannt sowie zum Direktor der französischen Kolonie in Halle.

Sperlette lehrte als erster hallenser Professor die cartesianische Philosophie. Er war mit Susanne Coullez verheiratet, die Schwester eines französischen Predigers in Halle. Aus dieser Ehe stammte der Sohn Bartholomäus Johann Sperlette (gest. nach 1726), der ebenfalls Professor in Halle wurde.

Quellen: Dreyhaupt, S. 723; Förster, S. 266; GStA PK, I. HA Rep. 52, Herzogtum Magdeburg 159 N. 3 d Professores Philosophia, Poesos, Physices, Eloquentia, oeconomia, Bl. 418; Noack, Lothar/Splett, Jürgen: Bio-Bibliographien. Brandenburgische Gelehrte der Frühen Neuzeit, Berlin 1997, S. 467.

Autorin: JS

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