Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Erhardt Berndt

geboren: 8. Mai 1900 Dresden
gestorben: nach 1954
Konfession: evangelisch
Vater: Kaufmann

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Erhardt Berndt

Die Reifeprüfung legte Berndt 1918 ab und begann mit der praktischen Tätigkeit in der Landwirtschaft. Ab Juni 1918 war er als Soldat im Fronteinsatz. 1919 zurückgekehrt, beendete Berndt die landwirtschaftliche Lehre. Von 1920 bis 1924 studierte er Landwirtschaftswissenschaften in Hohenheim, Göttingen und Leipzig. 1924 promovierte er zum Dr. phil. in Leipzig, war Assistent am Rasseschafstall der Universität, später Assistent am Tierzuchtinstitut. 1929 habilitierte er sich mit einer biochemischen Arbeit über das Rind. Als Privatdozent der Universität Leipzig war er zugleich Geschäftsführer des Milchversorgungsverbandes Leipzig bzw. des Milchwirtschaftsverbandes Sachsen. Ab Februar 1934 bis Sommer 1936 wirkte Berndt als Gastprofessor am Herder-Institut Riga. 1936 zum außerordentlichen Professor der Universität Leipzig ernannt, vertrat er 1936/37 den Lehrstuhl für Tierzucht in Halle. 1938 wurde Berndt ordentlicher Professor in Riga, von 1940 bis 1942 lehrte er an der Universität Sofia. Kürschners Gelehrtenkalender führte ihn nach 1945 als Privatgelehrten in Halle (Westfalen).

Organisationen: Am 1. Dezember 1930 Eintritt in die NSDAP (Mitglied Nr. 381 638), bereits vor 1933 Mitarbeiter der kulturpolitischen Abteilung der Kreisleitung der NSDAP Leipzig, 1933/34 milchwirtschaftlicher Referent im Amt für Agrarpolitik bei der Gauleitung Sachsen.

Quellen: UAHW, Rep. 11, PA 4413 (Berndt); Heiber 1, S. 402; UAHW, Rep. 4, Nr. 899/900; BDC.

Autor: HE

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