Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Friedrich Falke

geboren: 7. Juli 1871 Schwarzholz (Harz)
gestorben: 10. März 1948 Arendsee (Altmark)
Konfession: evangelisch
Vater: Gutsbesitzer

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Friedrich Falke

Zunächst besuchte Falke eine Privatschule Osterburg, dann das Gymnasium Wernigerode, wo er 1891 die Reifeprüfung ablegte. Er studierte Landwirtschaft an der Universität Halle, 1895 promovierte er mit der Dissertation »Untersuchungen über den Wert des Braunheus unter besonderer Berücksichtigung der Verdaulichkeit der Proteinstoffe«. 1898 habilitierte er sich mit der Arbeit »Milchsekretion des Rindviehes unter dem Einfluss fettreicher Fütterung«. Dabei untersuchte Falke unter anderem die Resorption von Fetten (Sesam, Kokosöl usw.) und prüfte den Geschmack der Milch. In seiner Zeit als Privatdozent verfasste er ein Repetitorium der Landwirtschaftslehre, gedacht als »Wegweiser für Studierende und Praktiker« (1901). 1901 wurde er als Ordinarius an die Universität Leipzig berufen, wo er sich vor allem mit der Weidewirtschaft befasste. Er entwickelte das System der modernen Umtriebsweide und stellte Überlegungen zur Düngung von Weiden an. 1918 unterbrach er seine Tätigkeit an der Universität, um als Ministerialrat in der sächsischen Regierung zu wirken. Er förderte den Ausbau landwirtschaftlicher Versuchsanstalten, u. a. durch die Gründung der Höheren Lehr- und Versuchsanstalt für Gartenbau in Pillnitz. Außerdem reorganisierte er das landwirtschaftliche Schulwesen und die Beratungsdienste für Landwirte. 1920 ging er zurück an die Universität Leipzig, diesmal als Ordinarius für landwirtschaftliche Betriebslehre. Von 1919 bis 1932 war er Vorsitzender der Ackerbau-Abteilung der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft. 1933 nahm Falke das Angebot der türkischen Regierung an, in Ankara als Rektor der neugegründeten Hochschule für Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Veterinärwesen zu wirken. 1938 kehrte er – wohl nicht freiwillig – zurück und lebte als Emeritus in Arendsee.

Quellen: UAHW, Rep. 21, Abt. III Nr. 143; Kürschner, Böhm, Pflanzenbau.

Autor: HE

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