Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Erich Fascher

Erich Fascher

geboren: 14. Dezember 1897 Göttingen
gestorben: 23. Juli 1978 Potsdam
Konfession: evangelisch-lutherisch
Vater: Kauf- dann Privatmann

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Erich Fascher

Nach dem Abitur 1916 begann Fascher in seiner Heimatstadt Göttingen mit dem Studium der Theologie. Am Krieg nahm er 1917/18 nach einer Artillerieausbildung als Sanitätsgefreiter teil. Nach der Rückkehr setzte er das Theologiestudium in Göttingen fort, 1921/22 war er Kandidat im Predigerseminar Erichsburg, 1923 bis 1923 Assistent am Neutestamentlichen Seminar der Universität Göttingen, wo er 1924 zum Lic. theol. promoviert wurde. 1926 habilitierte er sich für das Fach Neues Testament in Göttingen, wirkte jedoch als Privatdozent in Marburg, wo er eine Assistentenstelle bekleidete. 1930 zum Ordinarius in Jena berufen, geriet er in Konflikt mit nationalsozialistischen Studenten, die er wegen Beleidigung verklagte. 1933/34 akzeptierte die Theologische Fakultät Halle eine Versetzung des als »belastet« geltenden Fascher nicht, stimmte 1936 aber ausdrücklich zu. Während des Krieges wirkte der Ordinarius für Neues Testament zugleich als Lazarettseelsorger im Elisabeth-Krankenhaus und leitete den Sprachenkonvikt. Im September 1945 trat Fascher, der in der NS-Zeit keiner Organisation angehört hatte, in die CDU ein und machte als Landespolitiker Karriere. Zunächst Fraktionsvorsitzender im Provinziallandtag, war er ab 1946 stellvertretender Landesvorsitzender und von 1948 bis 1950 Vorsitzender des CDU-Landesverbandes Sachsen-Anhalt. Auf Grund von Protesten gegen die Dominanz der SED und die Willkür der SMA verlor er im Februar 1950 alle Parteiämter und wurde nach Greifswald versetzt. 1954 nahm er einen Ruf an die Humboldt-Universität Berlin an, wo er bis zur Emeritierung 1964 lehrte.

Organisationen: Im September 1945 Eintritt in die CDU, Mitglied des Zentralvorstandes der DSF.

Quellen: UAHW, Rep. 6, Nr. 1407; UAHW, Rep. 11, PA 21905 (Fascher); Wer war wer; Richter, Ost-CDU.

Bild: UAHW

Autor: HE

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