Friedrich Goltz



geboren: 14. August 1834 Posen
gestorben: 5. Mai 1902 Straßburg
Konfession: evangelisch
Vater: Polizeiinspektor



Goltz besuchte die Johannisschule in Danzig, später das Gymnasium in Thorn (Westpreußen). Ab 1853 studierte er Medizin und Naturwissenschaften an der Universität Königsberg, 1858 promovierte er dort zum Dr. med. Von 1859 bis 1861 war er Assistent an der chirurgischen Universitätsklinik in Königsberg, danach Prosektor an der anatomischen Anstalt Königsberg. Er habilitierte sich 1861 und wurde 1865 zum außerordentlichen Professor ernannt. 1870 wurde er als Professor für Physiologie an die Universität Halle berufen. Unmittelbar nach der Gründung der Reichsuniversität Strassburg wurde er vom Preußischen Kultusministerium aufgefordert, den dortigen Lehrstuhl für Physiologie zu übernehmen, was Goltz akzeptierte.
In Virchows Archiv für die pathologische Anatomie und Pflügers Archiv für Physiologie veröffentlichte Goltz mehrere Aufsätze zur Funktion des Herzens und über den Venentonus. 1869 publizierte er eine Monographie über die Nervenzentren des Frosches, 1881 »Gesammelte Abhandlungen über die Verrichtungen des Großhirns«.
Ab 1874 gehörte Goltz der Akademie Leopoldina an.

Quellen: Leopoldina-Archiv MM 2128 Goltz; Hirsch, Biographisches Lexikon hervorragender Ärzte, Band 2, S. 595 f.