Gustav Haloun

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geboren: 12. Januar 1898 Pirnitz (Mähren)
gestorben: 24. Dezember 1951 Cambrigde (England)
Konfession: katholisch
Vater: Großgrundbesitzer



Nach dem Besuch des Obergymnasiums in Iglau nahm Haloun in der k. u. k. Armee am Ersten Weltkrieg teil. Danach studierte er Anthropologie, Ethnologie, Religionsgeschichte, alte Geschichte, Geschichte des Orients und Sinologie an den Universitäten Wien und Leipzig. 1923 promovierte er an der Universität Leipzig zum Dr. phil., 1927 habilitierte sich der tschechische Staatsbürger an der Universität Prag für das Fach Sinologie, um noch im selben Jahr an die Universität Halle zu wechseln. Die Antrittsvorlesung hielt er 1927 zum Thema »Erste Beziehungen zwischen Chinesen und Indogermanen«. Ende 1931 erhielt Haloun einen Lehrauftrag an der Universität Göttingen. 1934 wurde er zum nichtbeamteten außerordentlichen Professor ernannt. Ein Lehrstuhl für Sinologie wurde für ihn nicht eingerichtet, da er sich weigerte, der NSDAP beizutreten. Die Drohung, ihm den Lehrauftrag zu entziehen, hielt Haloun nicht davon ab, inhaftierte Bekannte zu besuchen. 1935 nahm er einen Ruf an die Universität Cambridge an.

Organisationen: -

Quellen: Szabo, S. 356f., UAH Rep. 21 Abt III Nr. 151