Oskar Kuhn


geboren: 7. März 1908 München
gestorben: nicht ermittelt
Konfession: katholisch
Vater: Studienprofessor



Nach dem Besuch von Schulen in Dinkelsbühl und Bamberg (Reifezeugnis 1927) studierte Kuhn Naturwissenschaften, vor allem Geologie und Paläontologie, an der Universität München. 1932 promovierte er hier zum Dr. phil. Er war am Geologischen Institut der Universität München tätig, unter anderem arbeitete er am Fossilium Catalogus mit. 1938 wechselte er als Stipendiat der Deutschen Forschungsgemeinschaft an die Universität Halle, wo er mit der Bearbeitung der Geiseltalfunde betraut wurde. 1939 habilitierte er sich mit einer Arbeit über die Halberstädter Keuperfauna, 1940 wurde er zum Dozenten für Geologie und Paläontologie ernannt. Nach heftigen, politisch motivierten Auseinandersetzungen mit seinem Mentor Johannes Weigelt musste Kuhn die Universität Halle verlassen, im November 1941 entzog ihm das Wissenschaftsministerium die Lehrbefugnis. Sofort zum Kriegsdienst eingezogen, schied Kuhn im Februar 1942 wegen einer Lungenkrankheit aus der Wehrmacht aus. 1947 wurde er außerordentlicher Professor an der Philosophisch-theologischen Hochschule Bamberg, verließ diese Hochschule jedoch wenig später. Weiteres konnte nicht in Erfahrung gebracht werden.

Organisationen: 1933 bis 1936 SA, Austritt aus gesundheitlichen Gründen, NSV.

Quellen: UAH PA 9654 Kuhn; Auskunft der Otto-Friedrich-Universität Bamberg.

Bild: UAH