Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Ernst von Rebeur-Paschwitz

geboren: 9. August 1861 Frankfurt/Oder
gestorben: 3. Oktober 1895 Merseburg
Konfession: evangelisch
Vater: Regierungs-Assessor, später Regierungspräsident

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Ernst von Rebeur-Paschwitz

Von Rebeur-Paschwitz besuchte die Ritterakademie in Liegnitz, danach Gymnasien in Breslau und Frankfurt/Oder. Er studierte Astronomie und Mathematik in Leipzig. Er bereiste England und Irland, danach setzte er seine Studien in Berlin (1879/80), Genf (1880) und – nach dem einjährigen Militärdienst – wiederum Berlin fort. An der Universität Berlin promovierte er 1883 mit einer Dissertation »Über die Bewegung der Kometen im widerstehenden Mittel«. An den Observatorien in Karlsruhe und Berlin widmete sich von Rebeur-Paschwitz der Beobachtung der Sonne. 1889 habilitierte er sich an der Universität Halle mit einer Arbeit »Über den Cometen 1882 (Wells)« für das Fach Astronomie. Im selben Jahr gelang ihm in Potsdam die erste Messung eines weit entfernten Erdbebens (Tokio). Von Rebeur-Paschwitz hatte dazu eines der ersten seismographischen Instrumente, das Horizontalpendel, entwickelt. Von 1892 bis 1894 zu Studienzwecken an die Universität Straßburg beurlaubt, verstarb er, wie sein Vater der Universität mitteilte, »nach schwerer Krankheit«.

Quelle: UAHW, Rep. 21, III Nr. 139; UAHW, Rep. 11, PA 12850 (Rebeur-Paschwitz).

Autor: HE

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