Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Friedrich Heinrich Roloff

geboren: 19. Mai 1830 Badersleben (Kreis Oschersleben)
gestorben: 22. Dezember 1885 Berlin
Konfession: evangelisch
Vater: nicht ermittelt

Friedrich Heinrich Roloff

Roloff studierte von 1847 bis 1851 an der Tierarzneischule Berlin. Er war als praktischer Tierarzt in Badersleben und Gröningen und von 1859 bis 1862 als Kreistierarzt in Liebenwerda tätig. Danach arbeitete er als Repetent und Assistent an der Tierarzneischule Berlin und befasste sich mit anatomischen, histologischen und pathologischen Studien, unter anderem im pathologisch-anatomischen Institut der Universität Berlin (bei Rudolf Virchow). 1865 wechselte er an das landwirtschaftliche Institut der Universität Halle, zugleich war er als Kreistierarzt in Halle tätig. Im selben Jahr promovierte Roloff an der Universität Göttingen mit der Dissertation »Über den Instinkt der Tiere und dessen Bedeutung für die Diatetik« zum Dr. phil. 1866 wurde er zum außerordentlichen Professor ernannt. 1873 trat er die Stelle des er Departementstierarztes im Regierungsbezirk Merseburg an. 1876 ging er, als Regierungsrat und ordentliches Mitglied des Reichsgesundheitsamtes, Mitglied der technischen Deputation für das Veterinärwesen und als Departementstierarzt für den Regierungsbezirk Potsdam nach Berlin. 1878 wurde er zum Leiter der Königlichen Tierarzneischule Berlin ernannt. Roloff verfasste zahlreiche Abhandlungen zur züchterischen Bewertung (u. a. »Die Beurteilungslehre des Pferdes und des Zugochsen«, 1896) und über Tierkrankheiten (u. a. »Die Schwindsucht der Schweine«,1875; »Die Rinderpest«, 1871).

Quellen: DBE, Band 7, S. 377.; Nekrolog (von Müller u. Schütz): Archiv für wissenschaftliche und praktische Tierheilkunde (AwpT), Bd. 12 (1886).

Autor: HE

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