Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Theodor Weber

Theodor Weber

geboren: 28. August 1829 Leipzig
gestorben: 4. September 1914 Halle
Konfession: evangelisch
Vater: Anatom, Universitätsprofessor

Theodor Weber

Der aus einer weit verzweigten Gelehrtenfamilie stammende Weber studierte an den Universitäten Göttingen und Leipzig Medizin. 1854 promovierte er an der Universität Leipzig mit der Dissertation »De causis streptiuum in vasis sanguiferis observatum« zum Dr. med. Danach war er als Hilfsassistent am Jakobshospital in Leipzig beschäftigt. 1855 habilitierte er sich an der Universität Leipzig für das Fach innere Medizin und wurde 1858 Direktor der Medizinischen Poliklinik in Leipzig. 1859 erhielt er den Titel eines außerordentlichen Professors. 1861 wurde Weber zum ordentlichen Professor für Pathologie und Therapie an der Universität Halle berufen. Zugleich war er damit Leiter der Universitätspoliklinik und Armenarzt der Stadt Halle. Er bewährte sich 1866 bei der auftretenden Choleraepidemie und 1870/71 als zuständiger Arzt für die Lazarette in der Stadt (ausgezeichnet als Ehrenbürger). Nach 1871 war Weber maßgeblich an den Planungen für die Universitätskliniken an der heutigen Magdeburger Straße beteiligt. 1890 übergab er die Klinikleitung an Josef von Mering, 1904 wurde Weber von den Lehrverpflichtungen entbunden. Neben seinen organisatorischen Aufgaben beschäftigte sich Weber vor allem mit der Anwendung physikalischer Prinzipien auf die Medizin, etwa bei der Erforschung der Blutzirkulation. Er erhielt den Roten Adler-Orden 2. Klasse mit Stern, den Preußischen Kronen-Orden 2. Klasse mit Stern. Die herzogliche Familie Anhalts ernannte ihn zum Kommandeur I. Klasse des Hausordens Albrechts des Bären.

Quellen: UAHW, Rep. 11, PA 16714 (Th. Weber); DBE Band 10, S. 361.

Autor: HE

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