Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Johannes von Allesch

geboren: 25. Oktober 1892 Graz
gestorben: 11. Juni 1967 Göttingen
Konfession: katholisch
Vater: k.u.k. Oberst

Johannes von Allesch

Nach dem Besuch des humanistischen Gymnasiums Graz studierte von Allesch Geisteswissenschaften in Graz, München und Berlin. 1905/06 leistete er seinen Militärdienst, 1909 promovierte er in Berlin zum Dr. phil. Aufenthalte in Italien, Frankreich, Belgien, Holland und Skandinavien folgten. 1912 wurde er außerplanmäßiger Assistent am Psychologischen Institut der Universität Berlin, 1914 meldete sich von Allesch als Freiwilliger, diente als Leutnant und erlitt während der serbischen Offensive 1916 einen Nervenzusammenbruch. Später zum Oberleutnant befördert, war er Kompanieführer, u. a. an der Isonzofront. Im November 1918 entlassen, ging von Allesch zurück nach Deutschland und wurde 1921 planmäßiger Assistent am Psychiologischen Seminar der Universität Berlin, wo er sich 1924 habilitierte. 1927 erhielt er einen Lehrauftrag an der Universität Greifswald. Dort folgte 1931 die Ernennung zum außerordentlichen Professor. Durch das Amt Wissenschaft in der Reichsleitung der NSDAP kam von Allesch 1938 im Zuge der »Rosenberg-Politik« an die Universität Halle, um als ordentlicher Professor der Psychologie zu wirken. 1941 folgte er einem Ruf nach Göttingen, dort war er bis zur Emeritierung 1948 Direktor des Instituts für Psychologie und Pädagogik. Ab 1942 war von Allesch zugleich tätig als Wehrmachtspsychologe in der Personalprüfstelle des Wehrkreises XI (Hannover).

Organisationen: NSLB.

Quellen: UAHW, Rep. 6, Nr. 1407; UAHW, Rep. 11, PA 3891 (von Allesch).

Autor: HE

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