Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Hans von Arnim

geboren: 14. September 1859 Gut Groß-Fredenwalde (Mark)
gestorben: 26. Mai 1931 Wien
Konfession: evangelisch
Vater: Rittergutsbesitzer Friedrich von Arnim

Hans von Arnim

Nach dem Abitur (1877 am Königlichen Wilhelms-Gymnasium zu Berlin) studierte von Arnim zunächst Jura an der Universität Berlin. Er wechselte jedoch zur alten Philologie und studierte an den Universitäten Heidelberg, Greifswald, Berlin und wiederum Greifswald. Dort promovierte er 1883 (bei Ulrich von Wilamowitz-Moellendorf) mit einer Dissertation zum Thema »De prologorum Euripideorum arte et interpolatione« zum Dr. phil. Zunächst im Schuldienst in Elberfeld und Bonn, habilitierte er sich 1888 an der Universität Halle mit der Arbeit »Quellenstudien zu Philo von Alexandria«. 1892 außerordentlicher, 1893 ordentlicher Professor in Rostock, folgt von Arnim im Jahr 1900 einem Ruf nach Wien, 1914 wechselte er nach Frankfurt am Main, 1921 ging er als Ordinarius zurück nach Wien. Vor Armin befasste sich zunächst mit der hellenistischen Philosophie und Bildungsgeschichte, wandte sich dann aber Platon und Aristoteles zu. Umfangreiche sprachstatistische Untersuchungen bildeten dabei die Grundlage für ein Gerüst relativer Chronologie, dass es ermöglichte, den schriftstellerischen Entwicklungsweg beider Philosophen zu rekonstruieren. Sein Alterswerk war der Entstehung der Gotteslehre des Aristoteles (1931) gewidmet.

Quelle: UAHW, Rep. 21, III Nr. 139; NDB Band 1, S. 372.

Autor: HE

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