Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Paul Asmus

geboren: 14. September 1842 Pilkallen (Ostpreußen)
gestorben: 5.Juni 1877 Pilkallen (Ostpreußen)
Konfession: evangelisch
Vater: Arzt

Paul Asmus

Asmus besuchte die Gymnasien in Neu-Stettin, Stolp sowie die Nikolaischule in Leipzig. Er studierte von 1862 bis 1865 Theologie und Philosophie an den Universitäten Leipzig, Erlangen, Berlin und Halle. Danach war er als Hauslehrer tätig. 1869 legte Asmus die Prüfung pro facultate docendi ab und fand eine Anstellung an der Realschule des Waisenhauses der Franckeschen Stiftungen Halle. 1871 promovierte er an der Universität Halle mit der Arbeit »De dei immutabilitate« zum Dr. phil. Noch im selben Jahr habilitierte er sich mit der Arbeit »De relatione, quae est inter principia agendi moralia et religiosa« für das Fach Philosophie. Neben seiner Tätigkeit an der Realschule hielt Asmus Vorlesungen über Logik, Psychologie, Religionsphilosophie und Geschichte der Philosophie. 1875 veröffentlichte er den ersten Teil eines groß angelegten Werkes zum Glauben der Indogermanen (»Die indogermanische Religion in den Hauptpunkten ihrer Entwicklung, ein Beitrag zur Religionsphilosophie: Indogermanische Naturreligion.) Auf Antrag der Fakultät sollte Asmus mit dem Beginn des Wintersemesters 1877/78 ein Privatdozentenstipendium erhalten, er verstarb jedoch, wie die Universitätschronik schreibt, »unerwartet« während eines Ferienaufenthaltes in seiner Heimat.

Quelle: Chronik 1876/77, S. 6 f.; Dissertation; Habilitationsschrift.

Autor: HE

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