Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Bild für rechte Spalte: Reitersiegel-Binärcode

Johann Carl Erdmann Bergener

geboren:2. Februar 1769 Halle
gestorben:18. November 1813 Halle
Konfession:evangelisch
Vater:Johann Emmanuel Bergener, Chirurg

Johann Carl Erdmann Bergener

Bergener besuchte zunächst das hallesche Stadtgymnasium. Am 1. Mai 1788 schrieb er sich an der Fridericiana für das Fach Medizin ein. 4 Jahre später, am 17. Oktober 1792, wurde er zum Doktor der Medizin promoviert.

Bergener arbeitete zunächst als Arzt und führte eine eigene Praxis. Durch sein Studium bei Professor Philipp Caspar Junghanss (1736-1797), mit dem er sich eng befreundete, hielt er immer noch Kontakt zur Universität. Ab 1796 bot er dann auch eigene Vorlesungen in der Botanik an. Am 17. Juni des folgenden Jahres erhielt er schließlich den Ruf auf die außerordentliche Professur und auf die Stelle als Demonstrator botanices, nachdem sein Freund Junghanss zwei Wochen zuvor verstorben war. Es gelang ihm nicht, auf eine ordentliche Professur aufzusteigen, wozu der Tod seines stärksten Führsprechers Junghanss´ beigetragen haben dürfte. Daher konzentrierte er sich zunehmend auf seine Praxistätigkeit.

Während der Kriegsereignisse 1813 arbeitete er in den halleschen Lazaretten und steckte sich dabei mit Typhus an, woran er noch im selben Jahr verstarb.

Bergener heiratete am 16. Oktober 1794 Johanne Christiane Louise Büchling (1774-1851), Tochter des halleschen Kaufmanns Büchling. Ein Jahr nach der Hochzeit erlangte Bergener das hallesche Bürgerrecht. Das Paar hatte acht Kinder, die das Erwachsenenalter erreichten. Louise Bergener war über den Tod ihres Mannes hinaus eine bekannte Größe in Halle. Sie machte sichvor allem um das Armenwesen und die Wittwen- und Waisenversorgung einen Namen.

Organisationen: 27. Mai 1797 Naturforschende Gesellschaft

Quellen: Kaiser/Krosch, Teil IX, S. 395f.; Niemeyer, Hermann: Johanne Christiane Louise Bergener. In: Neuer Nekrolog der Deutschen, Jg. 29, 1851 (1853), Nr. 28. (über DBA, Bd. 1, Nr. 59, S. 410ff.); StAH FA, Nr. 5483; UAHW Matrikelverzeichnisse (ungedruckt) nach 1744, Bd. I, Bl. 90; UAHW Rep 3, Nr. 244 Acta continuata betreffend die Anstellung der Professorum Medicinae ordinariorum et extraordninariorum (1797-1805); Zarend, Christine: Vom Lazarett zum Dienstmädchen-Institut. Johanne Christiane Louise Bergener (1774–1851). In: Jahrbuch für hallische Stadtgeschichte 2004. S. 25–50.

Autor: JS

Zum Seitenanfang