Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Arnold (Erich) Berger

geboren: 2. Juni 1862 Ratibor
gestorben: 29. Februar 1948 Seeheim an der Bergstraße
Konfession:evangelisch-lutherisch
Vater: Jurist, Ministerialbeamter

Arnold (Erich) Berger

Die erste Schulbildung erhielt Berger auf einer Privatschule in Berlin, dann in Leipzig. Hier besuchte er später das Thomasgymnasium und legte 1881 die Reifeprüfung ab. Er studierte an der Leipziger Universität Philologie und Philosophie, vorwiegend Germanistik und Romanistik. 1886 promovierte er mit der Dissertation »Die Oswaldlegende in der deutschen Literatur« zum Dr. phil. 1890 habilitierte sich Berger an der Universität Bonn für das Fach deutsche Philologie. 1901 wurde er als besoldeter außerordentlicher Professor an die Universität Kiel berufen, 1902 wechselte er nach Halle und 1905 als ordentlicher Professor an die TH Darmstadt. 1933 wurde er emeritiert.
Obwohl Berger auch zu anderen Autoren, u. a. Lessing, veröffentlichte, war sein Lebensthema Martin Luther. Er gab eine dreibändige Werkausgabe des Reformators mit heraus und verfasste mehrere, apologetisch gehaltenene biographische Skizzen (»Luther und die deutsche Kultur«, 1919; »Luther, der deutsche Prophet, 1933). Außerdem publizierte Berger kämpferisch evangelische Schriften mit wechselnden politischen Vorzeichen (»Humanismus und Reformation in geistesgeschichtlicher Betrachtung«, 1934, »Drei Schriften von Martin Luther«, 1948) sowie populäre Editionen über »Die Sturmtruppen der Reformation: ausgewählte Flugschriften der Jahre 1520–1525« (1932), »Satirische Feldzüge wider die Reformation« (1933) und die »Deutsche Kunstprosa der Lutherzeit« (1942).

Organisationen: nicht ermittelt

Quellen: Dissertation; Kürschner; Schriften.

Autor: HE

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