Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Erich Beschke

geboren: 3. August 1878 Magdeburg
gestorben: nicht ermittelt
Konfession: evangelisch
Vater: Fabrikbesitzer

Erich Beschke

1899 erhielt Beschke das Reifezeugnis des städtischen Realgymnasiums zu Magdeburg und bezog zum Wintersemester 1899/1900 die Technische Hochschule Berlin. Hier studierte er bis 1902 Chemie, von 1902 bis 1904 setzte er die Studien in Göttingen fort, die er 1904 mit einer Promotionsarbeit über das Verhalten der Nitrite einiger zyklischer Kohlenwasserstoffe abschloss. Wehrdienst leistete er 1904/05 in einem Würzburger Artillerieregiment. 1905/05 war er Assistent an der Universität Göttingen, im Sommer 1906 arbeitete er bei Paul Ehrlich in Frankfurt am Main. 1906/07 war Beschke im chemischen Institut des Physikalischen Vereins zu Frankfurt beschäftigt. Nach Ableistung einer längeren militärischen Übung kam er 1907 als Assistent in das Chemische Laboratorium der Universität Gießen und wurde hier 1908 für das Fach Chemie habilitiert. 1913 nahm Beschke eine Assistentenstelle an der Universität Halle an. Seine Antrittsvorlesung hielt er hier 1914 über die Entwicklung der Strukturformeln der organischen Chemie. 1916 wurde ihm das Prädikat Professor beigelegt. Kriegsdienst leistete Beschke als Leutnant in einem Artillerieregiment (ausgezeichnet mit dem Eisernen Kreuz I. Klasse). »Wirtschaftliche und berufliche Verhältnisse« erforderten es, so Beschke im Februar 1919, dass er seinen Wohnort nach Magdeburg verlege und seine Arbeitskraft der chemischen Industrie zur Verfügung stelle. 1920 verzichtete er auf die Lehrberechtigung.

Quelle: UAHW, Rep. 11, PA 4445 (Beschke)

Autor: HE

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