Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Max Besser

geboren: 5. März 1844 Wiehe
gestorben: 1900 Magdeburg(?)
Konfession: evangelisch
Vater: nicht ermittelt

Max Besser

Den Elementarunterricht erhielt Besser in Wiehe, das Progymnasium besuchte er in Donndorf, danach das Gymnasium in Rossleben. Er studierte Theologie und Philosophie in Halle, Berlin und wieder Halle. Kurze Zeit war er als Amanuensis, also persönlicher Sekretär, Friedrich Tholucks tätig. 1868 legte Besser in Halle das erste theologische Examen ab. Er setzte seine Studien in Göttingen fort und erhielt dort die Ordination. 1871 erwarb er mit der Dissertation »De notione subiectivae fidei quae exstat in quatuor evangeliis« die Licentia docendi an der Theologischen Fakultät der Universität Halle. Hier las er vor allem Kirchengeschichte, u. a. über Friedrich Schleiermacher, sowie die theologischen Prolegomena. Besser, »ungewöhnlich regsamen Geistes« und allem Neuen zugetan, so berichtet Ferdinand Kattenbusch in seiner Autobiographie, sei in Halle der eigentliche Stifter der »Ritschelschen Schule« gewesen. Neben der Theologie Albrecht Ritschls brachte Besser den Studenten auch das philosophische Werkes Hermann Lotzes näher und prägte unter anderem so die später einflussreichen Theologen Kattenbusch (Halle), Wilhelm Herrmann (Marburg) und Johannes Gottschick (Tübingen). 1875 erhielt Besser den Professorentitel und trat die Stelle eines geistlichen Inspektors am theologischen Konvikt des »Klosters Unser lieben Frauen« in Magdeburg an. Kattenbusch berichtet, dass eine unheilbare Krankheit Besser gezwungen habe, die Privatdozentur aufzugeben. Weiteres konnte bisher nicht ermittelt werden.

Quelle: UAHW, Rep. 27, Nr. 848; Habilitationsschrift; Ferdinand Kattenbusch, in: Erich Stange (Hg.), Die Religionswissenschaft der Gegenwart in Selbstdarstellungen, Band 5, Leipzig 1929, S. 85–121; ergebnislose Anfrage beim Standesamt Magdeburg.

Autor: HE

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