Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Heinrich Bode (Bodinus)

geboren:6. April 1652 Rinteln
gestorben:15. September 1720 Halle
Konfession:evangelisch
Vater:Gerhard Bode (1620-1697), Theologieprofessor in Rinteln und hessischer Superintendent

Heinrich Bode (Bodinus)

Bode immatrikulierte sich am 5. November 1668 in Helmstedt zunächst für die orientalischen Sprachen, wechselte 1671 nach Rinteln, um dort Jura zu studieren. Dort legte er 1671 das damals übliche Licentiat ab und promovierte im daraufolgenden Jahr. Anschließend reiste er für seine praktische Ausbildung u.a. nach Speyer, Regensburg und Wien. 1774 kehrte er nach Rinteln zurück und arbeitete zum einen als Advokat, zum anderen las er als Privatdozent Collegia an der Juristischen Fakultät, später auch an der Juristischen Fakultät in Marburg.

1682 wurde er zum außerordentlichen, 1685 zum ordentlichen Professor der Decretalen in Rinteln berufen.

Am 12. August 1693 erhielt Bode den Ruf an die sich gerade in der Gründung befindende Universität Halle. Hier hatte er bis zu seinem Tod die ordentliche Professur für Strafrecht und Römisches Recht inne.

1694 wurde Bode außerdem zum Konsistorialrat des Herzogtums Magdeburg berufen. 1712 wurde er nobilitiert.

Bode war viermal verheiratet. Seine Ehefrauen waren entweder die Töchter oder die Witwen höherer Beamter. Auch seine Söhne gelangten auf hohe Verwaltungspositionen, die Töchter heirateten wiederum hohe Beamte.

Bild: Zentrale Kustodie, MLU Halle-Wittenberg

Quellen: ADB, Bd. 2, Leipzig 1875, S. 794 f.; Dreyhaupt, S. 587f.; Förster, S. 197f.; Hillebrand, Werner: Academie Julia. Die Matrikel der Universität Helmstedt. Bd. 2 (1636-1685). Hildesheim 1981. S. 182.

Autor: JS

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