Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Gerhard Böhmer

geboren: 8. Oktober 1879 Albrechtsdorf, Kreis Preußisch Eylau (Ostpreußen)
gestorben: nicht ermittelt
Konfession: evangelisch
Vater: Pfarrer

Gerhard Böhmer

Das Abitur legte Böhmer 1899 am Friedrichs-Gymnasium in Gumbinnen ab. Von 1899 bis 1902 studierte er Landwirtschaft an der Universität Königsberg, unterbrochen durch Praxis in der väterlichen Wirtschaft, dem Rittergut Sudau bei Königsberg und dem Rittergut Semgallen (Kreis Darkehmen). 1902 legte er die Prüfung zum Landwirtschaftslehrer ab und erhielt eine Anstellung als Assistent am landwirtschaftlich-physiologischen Institut der Universität Königsberg. 1903/04 war er Assistent am Landwirtschaftlichen Institut der Universität Gießen, hier promovierte Böhmer 1904 mit einer Arbeit über die Bonitierung der Braugerste. 1904/05 leistete er Militärdienst. Im Sommer 1905 arbeitete Böhmer auf der Domäne Wasserleben bei Halberstadt, von November 1905 bis Februar 1906 war er Assistent an der Landwirtschaftskammer in Halle. Von 1906 bis 1910 hatte er eine Assistentenstelle an der Universität Gießen inne. 1909 habilitierte er sich mit einer Schrift über die Systematik des Hafers. 1911 trat er eine Stelle als Vorsteher der Abteilung für Landeskultur und Versuchswesen bei der Landwirtschaftskammer für die Provinz Sachsen an und habilitierte sich 1913 nach Halle um. Pflanzenzüchterisch widmete sich Böhmer vor allem dem Hafer und der Runkelrübe, außerdem unternahm er Versuche zur Bekämpfung von Unkräutern und zur Düngung. 1914 zum Kriegsdienst einberufen, erhielt er 1918 das Eiserne Kreuz I. Klasse und die Großherzoglich Hessische Tapferkeitsmedaille. 1917 wurde er zum Professor ernannt. 1919 gab er die Anstellung bei der Landwirtschaftskammer auf, ab 1920 hielt er Vorlesungen über besonderen Pflanzenbau an der Landwirtschaftlichen Hochschule Berlin. Im November 1921 wurde Böhmer stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Landwirtschaftskammer für die Provinz Brandenburg in Berlin und gab die Lehrtätigkeit an der Universität Halle auf.

Quelle: UAHW, Rep. 11, PA 4681 (Böhmer)

Autor: HE

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