Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Paul Braunschweig

geboren: 6. Oktober 1859 Insterburg
gestorben: 29. September 1927 Halle
Konfession: evangelisch
Vater: Zimmermeister

Paul Braunschweig

Nach dem Besuch des Gymnasiums in seiner Vaterstadt studierte Braunschweig in Jena, Königsberg und Halle Medizin. 1880/81 absolvierte er das erste Militärdiensthalbjahr als Einjährig Freiwilliger. Das Volontariat absolvierte er in den Universitätskliniken Halle, unter anderem bei Alfred von Gaefe (Augenklinik) und Robert Olshausen (Entbindungsstation). 1883 erhielt er die Approbation. und wurde mit einer pathologischen Untersuchung über die »hereditär-syphilitische Epiphysenerkrankung« zum Dr. med. promoviert. Das zweite Diensthalbjahr als einjährig freiwilliger Arzt absolvierte er 1883/84 beim Grenadierregiment Kaiser Wilhelm in Dresden. Von 1884 bis 1886 war Braunschweig Assistent eines Augenarztes in Danzig, danach arbeitete er ein Jahr in Robert Kochs Institut. Von 1887 bis 1892 war Braunschweig als Assistent von Graefes tätig. Als 1892 Arthur von Hippel Nachfolger von Graefes wurde, gab Braunschweig seine Assistentenstellung in der Universitätsaugenklinik auf und zog sich auf seine Privatpraxis zurück. Er habilitierte sich jedoch 1893 für das Fach Augenheilkunde, 1902 erhielt er das Prädikat Professor zuerkannt. In militärischen Übungen weiter ausgebildet, wurde Braunschweig 1890 zum Stabsarzt der Reserve befördert, später wurde er Oberstabsarzt, dann Generaloberarzt. Im Ersten Weltkrieg leitete er ein Lazarett im Westen, 1917 schied er aus dem Heer aus. Nach der Rückkehr aus dem Krieg versuchte Braunschweig, seine Privatklinik wieder in Gang zu bringen, was ihm jedoch nicht gelang. Obwohl er 1921 den Titel eines außerordentlichen Professors erhielt, lehnte das Kultusministerium die Erteilung eines dotierten Lehrauftrages ab.

Organisationen: langjähriger Schriftführer der augenärztlichen Vereinigung der Provinz Sachsen.

Quelle: UAHW, Rep. 11, PA 4892 (Braunschweig).

Autor: HE

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