Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Otto Bremer

geboren: 22. November 1862 Stralsund
gestorben: 12. August 1936 Halle
Konfession: evangelisch
Vater: Buchhändler

Otto Bremer

Bemerkungen: Bremer ist ein angenommener Name

Das Gymnasium besuchte er in Stralsund, von 1881 bis 1886 studierte Bremer deutsche Philologie und der vergleichende Sprachwissenschaft an den Universitäten Leipzig, Berlin und Heidelberg. 1885 promovierte er zum Dr. phil. in Leipzig, 1888 habilitierte er sich in Halle. Zum außerordentlichen Professor ernannt wurde Bremer 1899. Forschungsreisen führten ihn mehrmals nach Nordfriesland. Während des Ersten Weltkrieges verfasste Bremer im Auftrag Ludendorffs eine Denkschrift für eine neue Sprachpolitik in Litauen. Nach dem Krieg war er in der hallischen Bürgerwehr aktiv. Vor der Abstimmung in Nordschleswig wurde er wegen Propaganda für die deutsche Seite von der Internationalen Kommission ausgewiesen. Im März 1928 ernannte das Kultusministerium Bremer zum persönlichen Ordinarius und emeritierte ihn zugleich. Obwohl zunächst durch sein Dienstalter von den Bestimmungen des Berufsbeamtengesetzes befreit, hielt der als »Jude« Apostrophierte ab 1934 keine Vorlesungen mehr. Bremer starb an einer Krebserkrankung. DBE und NDB geben als Todesdatum den 8. August 1936 an.

Organisationen: Vaterlandspartei, VDA, DNVP.

Quellen: UAHW, Rep. 6, Nr. 1407; UAHW, Rep. 11, PA 4915 (Bremer); NDB 2, S. 581.

Bild: UAHW

Autor: HE

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