Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Georg Brodnitz

geboren: 18. November 1876 Berlin
gestorben: ermordet nach 1941 im Osten
Konfession: evangelisch
Vater: Fabrikbesitzer in Posen

Georg Brodnitz

Brodnitz habilitierte sich 1902 in Halle, 1907 beantragte die Universität für ihn ein planmäßiges Extraordinariat für Statistik. Das wurde vom preußischen Kultusministerium abgelehnt, es verlieh dem Staatswissenschaftler aber 1909 den Professorentitel. 1914 trat er nicht in die neu gebildete Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät über. Kriegsdienst leistete Brodnitz 1917/18 als volkswirtschaftlicher Sachverständiger im Reichs-Marine-Amt. Mit seiner 1918 erstmals veröffentlichten »Englischen Wirtschaftsgeschichte« wurde er bekannt, jedoch nie auf einen Lehrstuhl berufen. 1927 erhielt er an der Universität Halle ein planmäßiges Extraordinariat. Im Mai 1933 musste Brodnitz, der jüdische Vorfahren hatte, die Lehrtätigkeit einstellen und wurde im Oktober 1933 auf Grund des Berufsbeamtengesetzes in den Ruhestand versetzt. Am 18. Oktober 1941 wurde Brodnitz nach Litzmannstadt deportiert und starb später vermutlich in einem Vernichtungslager.

Organisationen: 1910 bis 1918 Nationalliberale Partei.

Quelle: UAHW, Rep. 11, PA 4957 (Brodnitz).

Bild: UAHW

Autor: HE

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