Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Gerhard Buchda

geboren: 22. Oktober 1901 Stadtroda
gestorben: 20. Dezember 1977 Stadtroda
Konfession: evangelisch-lutherisch
Vater: Verwaltungsamtmann der Landesheilanstalten Stadtroda

Gerhard Buchda

Nach dem Besuch der Schule in Eisenberg absolvierte Buchda von 1921 bis 1923 eine kaufmännische Lehre in Hannover. Von 1923 bis 1926 studierte er Jura an der Universität Jena. Nach dem Referendariat promovierte er 1929 an der Universität Jena zum Dr. jur. 1931 bestand er die Assessorprüfung. Von 1931 bis 1934 war Buchda Assistent an der Rechts- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Jena, wo er sich 1934 habilitierte. Von 1934 bis 1937 war Buchda als Hilfsrichter in Kahla tätig, 1937 scheiterte die Ernennung zum Landgerichtsrat an der Nicht-Mitgliedschaft in der NSDAP. Im selben Jahr wurde Buchda jedoch auf ein planmäßiges Extraordinariat für deutsche Rechtsgeschichte und das deutsche Bürgerliche Recht an die Universität Halle berufen. 1938 war er kommissarischer Dekan, nach der Ernennung zum ordentlicher Professor von 1939 bis 1945 Dekan der Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät. Von 1941 bis 1943 war er kommissarischer Prorektor, im März 1943 wurde Buchda eingezogen und diente als Gefreiter im Heer. 1945 von der Universität Halle entlassen, bemühte er sich um Wiedereinsetzung, erhielt jedoch 1949 einen Ruf als Professor mit Lehrstuhl an die Universität Jena wo er das Institut für Staats- und Rechtsgeschichte leitete. Wenig später wechselte er an die Humboldt-Universität Berlin.

Organisationen: 1933 Eintritt in den NSRB, 1934 in die NSV und den RLB, 1935 in den NSLB; NSDAP-Anwärter seit 1.5.1937, Aufnahme in die Partei 1939; seit Juli 1937 SA-Mann, 1946 LDPD.

Quellen: UAHW, Rep. 11, PA 5009 (Buchda); UAHW, Rep. 6, Nr. 1407.

Bild: UAHW

Autor: HE

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