Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Bild für rechte Spalte: Reitersiegel-Binärcode

Johann Franz Buddeus

geboren:25. Juni 1667 Anklam
gestorben:19. November 1729 Gotha
Konfession:evangelisch
Vater:Franz Buddeus (1634-1705), Pastor in Anklam

Johann Franz Buddeus

Nach dem Privatunterricht im väterlichen Hause und dem Besuch der Greifswalder Schule schrieb sich Buddeus am 14. Mai 1685 an der Universität Wittenberg für das Studium der Theologie ein. Am 28. April 1687 legte er den Magistertitel ab.

Am 22. April 1689 wurde Buddeus auf die Adjunktur der philosophischen Fakultät Wittenberg berufen. Im selben Jahr wechselte er an die Universität Jena, um einerseits seine historischen Studien zu vertiefen und andererseits Vorlesungen zu halten.

1692 wurde Buddeus Gymnasialprofessor für Griechisch und Latein am Gymnasium Coburg. Am 23. September 1693 erfolgte die Berufung auf die ordentliche Professur für praktische Philosophie und Moral an der Universität Halle.

1695 konnte Budeus das theologische Lizentiat ablegen und 1705 wurde er als Doktor der Theologie promoviert.

Dass Buddeus Ambitionen hatte, auch theologische Vorlesungen zu halten, zeigte sich u.a. in einem Briefwechsel beginnend im Jahr 1704 zwischen dem Berliner Hof und der halleschen Universität. In dieser Korrespondenz riet der Hof, Buddeus doch auch eine außerordentliche Professur an der Theologischen Fakultät anzubieten. Andernfalls befürchtete man, Buddeus könnte den ihm angetragenen Ruf als ordentlicher Professor der Theologie in Jena annehmen. Da sich Buddeus im folgenden Jahr vor allem gegen den damaligen Prorektor Johann Peter von Ludewig (1668-1743) nicht durchsetzen konnte, beantragte er im März 1705 seine Entlassung und nahm den Ruf aus Jena an.

Buddeus war zweimal verheiratet. Die erste Ehe wurde am 27. Februar 1693 mit Katharina Susanne Poßner (gest. 1714) geschlossen. Sie war die Tochter des Jenenser Professors für Physik Caspar Poßner (1626-1700). Aus dieser Ehe gingen mehrere Kinder hervor, u.a. Karl Franz (1695-1753), der Jurist und Vizekanzler der Landesregierung in Gotha wurde, sowie Charlotte Katharina, die den bekannten Theologieprofessor Johann Georg Walch (1693-1775) aus Jena heiratete.

In zweiter Ehe war Buddeus seit 1716 mit Eleonora Magdalena Zopf verheiratet, der Tochter des Hofpredigers Johann Caspar Zopf in Gera.

Bild: Zentrale Kustodie, MLU Halle-Wittenberg

Quellen: ADB, Bd. 3, Leipzig 1876, S. 500f.; BBKL, Bd. 1, Hamm 1990, Sp. 796f.; Dreyhaupt, S. 597; Förster, S. 202; GStA PK , I. HA Rep. 52 Herzogtum Magdeburg 159 N. 3 d Professores Philosophia, Poesos, Physices, Eloquentia, oeconomia, Bd. 1 (1691-1724), Bl. 386ff.; NDB, Bd. 2, Berlin 1955, S. 715; Weissenborn, Bernhard: Album Academiae Vitebergensis, Jüngere Reihe Teil II (1660 - 1710), S. 40.

Autor: JS

Zum Seitenanfang