Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Karl Christ

geboren: 6. März 1878 Geisenheim
gestorben: 16. Dezember 1943 Berlin
Konfession: katholisch
Vater: Gutsbesitzer

Karl Christ

Christ erhielt eine Ausbildung zum Landwirt, auf das Abitur bereitete er sich autodidaktisch vor. Er studierte neue Philologie in Straßburg, Bonn und London. 1905 promovierte an der Universität Straßburg mit der Dissertation »Quellenstudien zu den Dramen Thomas Middletons« zum Dr. phil. Nach einer Ausbildung zum Bibliothekar arbeitete er am Preußischen Historischen Institut in Rom, ab 1914 in der Preußischen Staatsbibliothek in Berlin. Hier erhielt er für seine bibliothekswissenschaftlichen Forschungen 1919 den Professorentitel. Von 1921 bis 1927 leitete er die Universitätsbibliothek in Halle, zugleich las er als Honorarprofessor Geschichte des Buchwesens. 1927 übernahm er die Direktion der Breslauer Universitätsbibliothek, 1932 wurde er Leiter der Handschriftenabteilung der Preußischen Staatsbibliothek. Christ, der damals wohl beste Kenner der Bibliotheken des Mittelalters war maßgeblich beteiligt an der Planung des Verzeichnisses der Handschriften im Deutschen Reich. Er starb bei einem Bombenangriff auf Berlin.

Quellen: NDB 3, S. 215; Dissertation.

Autor: HE

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