Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Bild für rechte Spalte: Reitersiegel-Binärcode

Adolf Cluss

geboren: 6. Juni 1862 Heilbronn
gestorben: 22. Dezember 1930 Wien
Konfession: evangelisch
Vater: Brauereibesitzer

Adolf Cluss

Cluss besuchte das Oberlyceum in Reutlingen und das humanistisches Gymnasium in Heilbronn. Nach der Reifeprüfung studierte er Naturwissenschaften insbesondere Chemie an den Universitäten München, Straßburg und Heidelberg. 1886 promovierte er an der Universität Heidelberg Dr. phil. Im selben Jahr trat er eine Assistentenstelle am chemischen Laboratorium der Landwirtschaftsakademie Hohenheim am. 1888 wechselte er als Assistent an die agrikulturchemische Versuchsstation der Landwirtschaftskammer der Provinz Sachsen in Halle. Studienaufenthalte führten ihn an die Brauerei-Versuchsstation Berlin und an das »zymotechnische« Institut von Alfred Jörgensen in Kopenhagen. 1893 reichte er an der Universität Halle die Habilitationsschrift über Wert und Wirkung von Flusssäure, Fluoriden und schwefeligsauren Salzen auf die Gärung ein. Dabei baute Cluss auf Max Maerckers Arbeiten zur Maische auf, trotzdem entspann sich in der Philosophischen Fakultät ein Streit ob man jemanden für das Fach Agrikulturchemie habilitieren solle. Die Mehrzahl der Professoren entschied mit Ja, es gab jedoch auch Sondervoten, da man nur Habilitationen in einem Fach vornehmen könne, für das auch Lehrstühle existierten. 1902 wurde Cluss zum Vorstand der agrarchemischen Versuchsstation Halle ernannt, 1904 erhielt er einen Ruf an die Hochschule für Bodenkultur Wien. Dort bearbeitete er vor allem Fragen der Nutzung der Gerste und ihrer Bonitierung. Außerdem publizierte er zur Herstellung von Bier und Wein.

Organisationen: Mitglied im Bund der Deutschen in Österreich, Präsident des Bundes der Reichsdeutschen in Österreich.

Quellen: UAHW, Rep. 21, Abt. III Nr. 142; UAHW, Rep. 11, PA 5187 (Cluss); Auskunft des Stadtarchivs Heilbronn.

Autor: HE

Zum Seitenanfang