Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Bild für rechte Spalte: Reitersiegel-Binärcode

Rudolf Cobet

geboren: 2. März 1888 Laasphe (Westfalen)
gestorben: 27. Juli 1964 Halle
Konfession: evangelisch
Vater: Apotheker

Rudolf Cobet

Cobet studierte Medizin in Jena, Tübingen, München, Marburg, Gießen und wieder Jena. Dort promovierte er 1913 zum Dr. med. Von 1914 bis 1918 leiste er Kriegsdienst als Arzt in verschiedenen Feldlazaretten (Dienstgrad: Oberarzt, ausgezeichnet mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse). Nach dem Krieg wurde er Assistenzarzt in Greifswald und habilitierte sich dort 1920. 1921 wechselte er als Oberarzt und Privatdozent nach Jena, 1923 erhielt er den Titel eines nichtbeamteten außerordentlichen Professors. Mit seinem Mentor ging er 1926 nach Breslau und wurde dort Oberarzt an der Universitätsklinik. Von 1930 bis 1934 war er ärztlicher Direktor der Lungenheilstätten Beelitz, 1931 habilitierte er sich an die Universität Berlin um. Von 1934 bis 1936 amtierte er als ärztlicher Direktor der Inneren Abteilung des Rudolf-Virchow-Krankenhauses Berlin, ab 1936 vertrat er den vakanten Lehrstuhl für Innere Medizin an der Universität Halle, wurde jedoch erst nach heftigen Auseinandersetzungen berufen, da die NSDAP den bis 1934 in Halle tätigen NS-Aktivisten Heinz Kürten installieren wollte. Erst 1938 erhielt Cobet die Ernennung zum ordentlichen Professor und Direktor der Medizinischen Universitätsklinik Halle. 1939 zur Heeressanitätsstaffel Halle eingezogen, war er bis zum Mai 1940 Oberarzt im Reservelazarett Elbing. Im Oktober 1945 als Professor entlassen, wurde er 1946 erneut berufen und erst 1956 emeritiert.

Organisationen: Aufnahme in die NSDAP am 1. Mai 1933 (Mitglied Nr. 2 768 486), NSV, NS-Ärztebund, NS-Dozentenbund. 1946 Aufnahme in die LDP.

Quellen: UAHW, Rep. 11, PA 5189 (Cobet); Leopoldina-Archiv MM 4466.

Bild: UAHW

Autor: HE

Zum Seitenanfang