Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Hans Crüger

geboren: 30. Mai 1859 Königsberg
gestorben: 8. Januar 1927 Berlin
Konfession: evangelisch-lutherisch
Vater: nicht ermittelt

Hans Crüger

1883 wurde Crüger an der Universität Göttingen zum Dr. jur promoviert. Danach arbeitete er in verschiedenen Wirtschaftsverbänden, unter anderem als Syndikus des Deutschen Genossenschaftsverbandes. Ab 1896 war er dessen Vorsitzender. Von 1901 bis 1903 und von 1919 bis 1921 gehörte er dem Reichstag an, zuletzt als Mitglied der liberalen Deutschen Demokratischen Partei. Ab 1899 war er Mitglied des preußischen Abgeordnetenhauses. 1911 übernahm Crüger einen Lehrauftrag am Seminar für Genossenschaftswesen in der Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät der Universität Halle und erhielt den Professorentitel. Außerdem war er Dozent an der Handelshochschule Berlin und der Fürst-Leopold-Akademie in Detmold. 1923 erkrankt, legte er den Lehrauftrag nieder. Crüger begründete die Zeitschrift »Genossenschaftliche Zeitfragen« und gab das Jahrbuch des Genossenschaftsverbandes heraus. Er war Kommentator des Genossenschafts- (»Das Reichsgesetz betreffend die Erwerbs- und Wirtschaftsgenossenschaften«, 18. Auflage 1925) und des GmbH-Gesetzes (»Das Reichsgesetz betreffend die Gesellschaften mit beschänkter Haftung« (17. Auflage 1926). Crüger bearbeitete Hermann Schulze-Delitzschs Schrift über Vorschuss- und Kreditvereine als Volksbanken, verfasste Schriften zur Geschichte des Genossenschaftswesens und nicht zuletzt mehrfach aufgelegte praktische Anleitungen zur Gründung von Produktions-, Handels- und Handwerksgenossenschaften.

Quellen: Wer ist’s?, 1928; UAHW, Rep. 11, PA 5222 (Crüger).

Autor: HE

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