Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Carl Christoph Christian von Dabelow

geboren:19. Juli 1768 Neubukow
gestorben:28. April 1830 Dorpat
Konfession:evangelisch
Vater:Justizrat

Carl Christoph Christian von Dabelow

Dabelow besuchte zunächst das Gymnasium in Güstrow, dann jenes in Bützow. Daher lag sein Studienort nahe: er studierte ab August 1783 an der Rostocker Universität die Jurisprudenz und wechselte schließlich nach Jena. Nach dem Studium, ab 1787, sammelte er praktische Erfahrungen als Advokat. Am 9. März 1789 wurde er von der Rostocker Universität zum Doktor der Rechte promoviert.

Nach der Promotion ließ sich Dabelow in Halle nieder, um an der Universität als Privatdozent Vorlesungen zu halten.

Am 24. Juni 1791 wurde Dabelow zum außerordentlichen Professor der Rechte und schon ein Jahr darauf, am 11. Dezember 1792, zum ordentlichen Professor in Halle berufen.

Während der napoleonischen Kriege, und insbesondere während der vorübergehenden Schließung der Hallenser Alma Mater 1806, reiste Dabelow durch Europa, um seine juristischen Kenntnisse weiter zu vertiefen. Dabelow kehrte nach Halle züruck, zog sich jedoch ab 1809 ins Private zurück und zog nach Leipzig.

1811 wurde er Staatsrat und dann Staatsminister unter Herzog August Christian von Anhalt-Köthen (1769-1812), gleichzeitig wurde Dabelow in den Freiherrenstand versetzt. Nach dem Tod des Herzogs wurde von Dabelow auf eigenen Wunsch entlassen.

Er lebte anschließend ohne feste Anstellung in Heidelberg und Göttingen. Ab 1814 war er offensichtlich wieder in Halle als Privatdozent tätig. 1819 wurde von Dabelow als ordentlicher Professor für bürgerliches Recht römischen und deutschen Ursprungs an die Universität Dorpat berufen und gleichzeitig zum Hofrat ernannt. 1824 wurde er zum Kollegienrat und 1830 zum kaiserlich-russischen Staatsrat befördert.

Organisationen: ab 1792 Freimaurerloge „Zu den drei Degen" in Halle

Quellen: ADB, Bd. 4, Leipzig 1876, S. 684f.; Ersch/Gruber, Sekt. 01, Teil 22, Sp. 1832; Förster, S. 206; Hofmeister, Adolph: Die Matrikel der Universität Rostock. Bd. 4, Rostock 1904. S. 372; Napiersky, Karl Eduard; Recke, Johann Friedrich von (Hg.): Allgemeines Schriftsteller- und Gelehrten-Lexikon der Provinzen Livland, Esthland und Kurland. Band I, Mittau 1827, S. 394-398; Schrader I, S. 398f.; UAHW Rep 3, Nr. 240-242 Bestallung und Besoldung der Professoren der Juristischen Fakultät 1691-1805. 

Autor: JS

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