Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Günther Dehn

geboren: 18. April 1882 Schwerin
gestorben: 17. März 1970 Bonn
Konfession: evangelisch
Vater: höherer Postbeamter

Günther Dehn

Dehn studierte Philologie und Theologie an den Universitäten Halle, Bonn und Berlin und wurde 1908 Domhilfsprediger, 1911 Pfarrer in Berlin. Der Mitbegründer des »Bundes religiöser Sozialisten« wandte sich unter dem Eindruck Karl Barths vom religiösen Sozialismus ab, setzte sich jedoch sehr stark für die proletarische Jugend ein. Für dieses Engagement erhielt er 1926 den Dr. h. c. der Theologischen Fakultät der Universität Münster. 1931 wurde Dehn zum Ordinarius für praktische Theologie an der Universität Halle berufen. Nach überaus heftigen Auseinandersetzungen der Universitätsselbstverwaltung mit protestierenden nationalsozialistischen Studenten wurde Dehn am 6. Oktober 1932 zu »Studienreisen« beurlaubt, am 13. April 1933 nach dem Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums entlassen. Seit 1935 lehrte Dehn an der wenig später geschlossenen Kirchlichen Hochschule der Bekennenden Kirche in Berlin. 1941 wurde er wegen verbotener Lehr- und Prüfungstätigkeit verhaftet und zu einem Jahr Gefängnis verurteilt. Von 1942 bis 1945 war er Verweser einer Pfarrstelle in Ravensburg, von 1946 bis 1953 ordentlicher Professor der praktischen Theologie in Bonn.

Autobiographie: Die alte Zeit, die vorigen Jahre 1962

Organisationen: -

Quellen: UAHW, Rep. 11, PA 5296 (Dehn); DBE Bd. 2, S. 468.

Autor: HE

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