Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Alfred Denker

geboren: 19. April 1863 Rendsburg
gestorben: 21. Oktober 1941 München
Konfession: evangelisch
Vater: Spediteur

Alfred Denker

Denker studierte Medizin an den Universitäten Kiel, Tübingen und München, 1890 promovierte er in Kiel zum Dr. med. 1890/91 war er Volontärarzt in München, von 1891 bis 1902 niedergelassener Facharzt in Hagen. 1902 berief ihn die Universität Erlangen auf ein planmäßiges Extraordinariat für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, nach Ablehnung eines anderen Rufes erhielt er 1905 ein persönliches Ordinariat. 1911 nahm er den Ruf an die Universität Halle als Nachfolger Hermann Schwartzes an und wurde Leiter der Klinik für Ohren-, Nasen- und Kehlkopfkrankheiten. Von 1914 bis 1918 stand er als Oberstabsarzt später Generaloberarzt im Kriegseinsatz (ausgezeichnet u. a. mit dem Roten Adlerorden IV. Klasse, der Rot-Kreuz-Medaille III. Klasse und dem Eisernen Kreuz II. Klasse). 1919/20 war er Rektor der Universität, 1928 wurde er von den amtlichen Verpflichtungen entbunden. Ein Forschungsaufenthalt in Neapel schloss sich an, danach zog er nach München um wo er als Honorarprofessor an der Universität lehrte.

Organisationen: Förderndes Mitglied der SS seit 1933, Stahlhelm, überführt in den NSDFB

Quellen: UAHW, Rep. 11, PA 5324 (Denker); UAHW, Rep. 6, Nr. 1407.

Autor: HE

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