Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Karl H. Dietzel

geboren: 16. August 1893 Dresden
gestorben: 3. November 1951 Marburg
Konfession: evangelisch-lutherisch
Vater: Ministerialrechnungsdirektor

Karl H. Dietzel

Dietzel besuchte Bürgerschule und das König-Georgs-Gymnasium in Dresden. 1913 schrieb er sich an der Universität Leipzig für Geschichte und Germanistik ein. 1914 meldete sich Dietzel, der wegen einer Behinderung ausgemustert worden war, zum freiwilligen Lazarettdienst und wurde in der Champagne eingesetzt (1915 ausgezeichnet mit der Rot-Kreuz-Medaille). Ab 1915 studierte er an der Universität Leipzig Rechtswissenschaften, Philosophie und Geographie. 1917 promovierte er zum Dr. phil. 1918 bestand er das Staatsexamen für den höheren Schuldienst in den Fächern Geschichte, Erdkunde und Deutsch). Im selben Jahr erhielt er eine planmäßige Assistenstelle am Kolonialgeographischen Seminar der Universität Leipzig. 1921 bis 1923 absolvierte er in Dresdner Gymnasien den Probedienst für das Lehramt. Danach war er als Lehrer tätig. 1934 habilitierte sich Dietzel an der Universität Leipzig für Geographie. 1938 wurde er dort zum beamteten außerordentlichen Professor und Direktor des Kolonialgeographischen Universitätsinsitutes ernannt. Er veröffentlichte zur Geschichte der deutschen Kolonien und zu Politik und Geographie Afrikas, arbeitete am Handwörterbuch des Grenz- und Auslandsdeutschtums mit und gab gemeinsam mit Oskar Schmieder die Buchreihe »Lebensraumfragen europäischer Völker« heraus. 1944 vertrat er den vakanten Lehrstuhl an der Universität Halle. 1945 in Leipzig entlassen, wurde Dietzel 1946 Professor der Universität Marburg.

Organisationen: Eintritt in die NSDAP am 23. November 1937 (Mitglied Nr. 5 336 214).

Quellen: BDC; BA R 4901/13261.

Autor: HE

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