Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Ernst von Dobschütz

geboren: 9. Oktober 1870 Halle
gestorben: 20. Mai 1934 Halle
Konfession: evangelisch-lutherisch
Vater: Oberst

Ernst von Dobschütz

Von Dobschütz studierte 1888 bis 1892 Theologie in Leipzig, Halle und Berlin u. a. als Schüler Martin Kählers und Adolf von Harnacks. 1893 promovierte er zum Lic. theol. in Berlin und habilitierte sich an der Universität Jena für das Fach Neues Testament. Dort lehrte als Privatdozent, bzw. ab 1899 als außerordentlicher Professor. 1904 zum Ordinarius der Universität Straßburg ernannt folgte er 1910 einem Ruf nach Breslau (als Nachfolger Feines). Ab 1913 war er ordentlicher Professor für Neues Testament an der Universität Halle, 1913/14 Gastprofessor an der Harvard University. Im Weltkrieg war von Dobschütz als Johanniter Schriftführer der Genossenschaft freiwilliger Krankenpflege in der Stadt Halle, hielt aber die Lehrtätigkeit aufrecht (ausgezeichnet mit der Rot-Kreuz-Medaille 3. und 2. Klasse sowie dem Verdienstkreuz für Kriegshilfe). 1922/23, 1924 und 1925 amtierte er als Rektor der Universität Halle, im Konflikt um seinen Kollegen Dehn stellte er sich - als Vorsitzender Alter Herr des Waffenringes - ausdrücklich auf die Seite der Studenten.

Organisationen: DNVP 1919 bis zur Auflösung, 1930 Ehrenvorsitzender der Gefängnisgesellschaft für die Provinz Sachsen.

Quellen: UAHW, Rep. 11, PA 5440 (von Dobschütz); DBE 2, S

Autor: HE

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