Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Ernst Eck

geboren: 21. August 1838 Berlin
gestorben: 6. Januar 1901 Berlin
Konfession: evangelisch
Vater: Universitätsprofessor, Direktor der Pepinière

Ernst Eck

Zunächst besuchte Eck das Friedrichwerdersche Gymnasium in Berlin, dann die Landesschule Pforta, wo bei ihm, wie es in einem Nachruf heißt, »die Begeisterung für das klassische Altertum geweckt wurde«. Ab 1857 studierte er Rechtswissenschaften in Heidelberg, später in Berlin. 1860 promovierte Eck an der Universität Berlin mit der Dissertation »De Natura poenarum secundum ius canonicum« zum Dr. jur. Er absolvierte den Gerichtsdienst und wurde 1865 zum Assessor ernannt. Danach war er im Handelsministerium beschäftigt, wo er Grundsätze einer neuen Strandungsordnung erarbeitete. 1866 habilitierte er sich an der Universität Berlin für die Fächer römisches Recht und Zivilprozess. 1871 wurde er zum außerordentlichen Professor ernannt und 1872 an die Universität Gießen berufen. 1873 nahm er den Ruf auf den Lehrstuhl für römisches Recht an der Universität Halle an. 1877 wechselte er nach Breslau und 1881 an die Universität Berlin.
Eck verfasste mehrere Studien zum Zivil- und Zivilprozessrecht (u. a. »Die doppelseitigen Klagen des römischen und gemeinen Rechts« 1870; »Über die Verpflichtung des Verkäufers zur Eigentumsgewährung nach römischem und gemeinen Recht«, 1874; »Die neue deutsche Zivilprozess-Ordnung«, 1873; Beiträge zu Holzendorffs Enzyklopädie). Trotz seiner Wertschätzung der Rechtsgeschichte betrachtete er diese lediglich als Mittel zum Zweck, in der Savigny-Zeitschrift veröffentlichte er lediglich eine Arbeit über in Pompeji gefundene Geschäftsurkunden (Band 22, 1888). Seit Mitte der 1880er Jahre beteiligte sich Eck an der Vorbereitung des Bürgerlichen Gesetzbuches, Arbeiten von ihm dienten als Grundlage für die Fassung von Paragraphen zum Pfand- und Erbrecht. An der Universität Berlin hielt er nach der Einführung des BGB Vorträge vor Praktikern (publiziert 1898). Außerdem war Eck lange Jahre Schriftführer des deutschen Juristentages und Vorstandsmitglied der Berliner juristischen Gesellschaft.

Quellen: Dissertation; A. Teichmann, Eck, Ernst Wilhelm Eduard, in: Biographisches Jahrbuch und deutscher Nekrolog 1901, S. 188 ff.

Autor: HE

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