Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Theo Eckhardt

geboren: 16. Oktober 1910 Treuchtlingen (Bayern)
gestorben: 20. Januar 1977 Berlin (West)
Konfession: evangelisch-lutherisch
Vater: Oberpostmeister

Theo Eckhardt

Eckardt besuchte Schulen in Weißenburg und Nürnberg, dort legte er 1930 das Abitur ab. Er studierte in München und Halle Naturwissenschaften, vor allem Botanik. 1935 wurde er im Botanischen Institut der Universität Halle als wissenschaftliche Hilfskraft beschäftigt, 1937 promovierte er hier zum Dr. sc. nat. Von 1937 bis 1939 war er außerplanmäßiger, ab 1939 planmäßiger Assistent. 1939 legte er die Prüfung für das höhere Lehramt ab. 1940 habilitierte er sich an der Universität Halle und erhielt die Ernennung zum Dozenten. 1940 zu einer Artillerieeinheit eingezogen, wurde er rasch zum Leutnant befördert. Im Mai 1944 nahmen ihn sowjetische Truppen bei Sewastopol gefangen. Im Juli 1944 trat er in den Bund Deutscher Offiziere im Rahmen des NKFD ein, nach dessen Auflösung war er Angehöriger der Antifaschistischen Vereinigung Deutscher Kriegsgefangener. Eckardt lehrte an einer Antifa-Schule, 1949 wurde er aus der Kriegsgefangenschaft entlassen. Im selben Jahr ernannte ihn die Landesregierung Sachsen-Anhalts zum Dozenten für Biologie an der Universität Halle. 1950 wurde er Professor mit Lehrauftrag an der Brandenburgischen Landeshochschule Potsdam, 1952 dort Professor mit vollem Lehrauftrag. 1955 wechselte er an die Freie Universität Berlin und wurde zum außerplanmäßigen Professor ernannt. 1959 erhielt er eine ordentliche Professur, ab 1964 war er Direktor des Botanischen Gartens und ab 1971 zugleich Leiter des Botanischen Museums.

Organisationen: Eintritt in die SA im Mai 1933, 1934 NSV, am 1. Mai 1937 Aufnahme in die NSDAP (Mitglied Nr. 5 068 988).

Quelle: UAHW, Rep. 11, PA 5643 (Eckardt).

Autor: HE

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