Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Gerhard Eigler

geboren: 14. September 1900 Neumark (Pommern)
gestorben: 30. Juli 1975 Gießen
Konfession: evangelisch
Vater: Landwirt

Gerhard Eigler

Eigler besuchte die Oberrealschule in Stargard. 1918/19 leistete er Kriegsdienst als Infanterist und Flieger, das Abitur legte er 1919 ab. 1920 trat er in ein Freicorps ein und nahm am Kapp-Putsch teil. Von 1920 bis 1926 studierte er Medizin (mit Unterbrechungen zur Bewirtschaftung des elterlichen Hofes) in Marburg, Berlin, München, Greifswald, Freiburg, Rostock und Hamburg. 1927 erhielt er die Approbation und promovierte in Hamburg zum Dr. med. Er war als Landarzt und Schiffsarzt tätig, 1928/29 wurde er Volontärassistent am Pathologischen Institut der Universität Halle. 1929/30 arbeitete er in der bakteriologischen Abteilung eines Krankenhauses. Ab 1931 war er Assistent, später Oberarzt an der Universitätsohrenklinik Halle. 1935 habilitierte er sich mit einer Arbeit zur Funktion des lymphatischen Rachenrings und wurde zum Dozenten ernannt. 1936 versetzt nach Königsberg, erhielt er dort die Oberarztstelle der HNO-Klinik. 1937 wurde er entlassen und verlor die Dozentur. 1939 zur Wehrmacht eingezogen, wurde er 1942 erneut Dozent in Königsberg und dort 1944 zum außerplanmäßigen Professor ernannt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wirkte er an der Marburger Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten, später in Gießen, wo er zunächst kommissarischer Leiter der Universitäts-HNO-Klinik war. 1951 wurde er dort zum Ordinarius berufen.

Organisationen: VDA, Sommer 1933 Eintritt in die SA, Aufnahme in die NSDAP am 1. Mai 1937 (Mitglied Nr. 4 926 111).

Quellen: UAHW, Rep. 11, PA 5724 (Eigler); UAHW, Rep. 29, F II Nr. 3 Bd. 1; UAHW, Rep. 6, Nr. 1407; Bernhardt.

Autor: HE

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