Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Bild für rechte Spalte: Reitersiegel-Binärcode

Josef-Peter Emmrich

geboren: 5. Januar 1909 Neunkirchen (Saar)
gestorben: 28. November 1963 Magdeburg
Konfession: katholisch
Vater: Baumeister

Josef-Peter Emmrich

Nach dem Abitur (1928 in Neunkirchen) studierte er in Freiburg, Kiel, Wien, Düsseldorf und Hamburg Medizin. 1933 bestand er das Staatsexamen, nach dem praktischen Jahr am Universitätskrankenhaus Hamburg-Eppendorf erhielt er 1934 die Approbation. Danach war er Volontärarzt in der Pharmakologie, von 1935 bis 1939 Assistenzarzt an der Universitätsfrauenklinik Hamburg-Eppendorf. Ab 1. September 1939 war er an der Universitätsfrauenklinik Halle angestellt, 1940 erhielt er nach der Habilitation die Oberarztstelle. Zunächst war Emmrich als Wehrpflichtiger eingezogen. Seit Kriegsbeginn diente er als Chirurg auf vorgeschobenen Verbandsplätzen in Frankreich und an der Ostfront (ausgezeichnet mit dem Eisernen Kreuz I. und II. Klasse sowie der Ostmedaille). Nach einer Erkrankung trat Emmrich seinen Dienst an der Universität 1942 an, im Oktober 1945 wurde er entlassen. Er wurde jedoch an der Universitätsfrauenklinik unter Kürzung des Gehalts weiterbeschäftigt und 1947 zum Professor mit Lehrauftrag ernannt. 1948/49 war er kommissarischer Leiter der Universitätsfrauenklinik Halle, 1950 wurde er Chefarzt der Landesfrauenklinik Magdeburg, lehrte aber weiter an der Martin-Luther-Universität.

Organisationen: Seit Januar 1934 SA, Sanitätssturmführer der Marinestandarte I, NSDAP seit 1. Mai 1937 (Mitglied Nr. 4 602 083), ab 1936 zugelassener Arzt des Amtes für Volksgesundheit der NSDAP.

Quellen: UAHW, Rep. 29, C Nr. 2; UAHW, Rep. 11, PA 5790 (Emmrich); UAHW, Rep. 6, Nr. 1407; Mitteilung der Familie.

Bild: UAHW

Autor: HE

Zum Seitenanfang