Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Bild für rechte Spalte: Reitersiegel-Binärcode

Johann Samuel Ersch

geboren:23. Juni 1766 Großglogau
gestorben:16. Januar 1828 Halle
Konfession:evangelisch
Vater:Benjamin Ersch, Seiler

Johann Samuel Ersch

Ersch wurde zunächst durch seinen Bruder unterrichtet, anschließend besuchte er das Gymnasium in Glogau. Am 19. April 1785 immatrikulierte sich Ersch an der Universität Halle für die Theologie, wechselte aber bald an die Philosophische Fakultät, um sich den Fächern Geographie, Geschichte und Literärgeschichte zu widmen. Im Jahr darauf wechselte er an die Universität Jena, um diese Fächer zu studieren.

Im Frühjahr 1795 wurde Ersch Schriftleiter der Hamburgischen Neuen Zeitung. 1800 kehrte er nach Jena zurück, wurde Bibliothekar der Universität und Gehilfe bei der Allgemeinen Literatur-Zeitung in Jena. 1802 folgte die Berufung als außerordentlicher Professor an der Philosophischen Fakultät.

Am 4. Oktober 1803 erhielt Ersch die Berufung zum ordentlichen Professor für Geographie und Statistik. Seit 1808 übernahm Ersch darüber hinaus die Stelle als Oberbibliothekar der halleschen Universität.

Ersch gab zusammen mit seinem späteren Kollegen Johann Gottfried Gruber (1774-1851) die unvollendete Allgemeine Enzyklopädie der Wissenschaften und Künste heraus, die bis zu ihrem 167. Band publiziert werden konnte.

Ersch hatte 1795 in Hamburg geheiratet. Die einzige Tochter des Paares, Friederike Wilhelmine (1796–1849), heiratete 1817 den Jenaer Theologieprofessor Ludwig Friedrich Otto Baumgarten-Crusius (1788-1843). Ersch war Mitglied der Akademie gemeinnütziger Wissenschaften in Erfurt.

 

Quellen:

ADB, Bd. 6, Leipzig 1877, S. 329ff.; Bahlcke, Joachim: Johann Samuel Ersch (1766–1828). Ein schlesisches Gelehrtenleben. In: Halub, Marek; Manko-Matysiak, Anna (Hrsg.): Slaska republika uczonych. Schlesische Gelehrtenrepublik. Slezská vedecká obec. Wrocław 2004. S. 338–354; Ebert, Friedrich Adolf: Johann Samuel Ersch. Professor und Oberbibliothekar an der Universität zu Halle. In: Dresdner Literaturblatt 5(2.2.1828); NDB, Bd. 4, Berlin 1959, S. 632f.; StAH FA, Nr. 5245; UAHW Originalmatrikel nach 1744 Bd. I, Bl. 218; UAHW Rep 3, 250 Bestallung und Besoldung der Professoren der Philosoph. Fakultät 1797-1804.

Bild: Wikipedia (gemeinfrei)

Autor: JS

Zum Seitenanfang