Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Alfred Faeßler

geboren: 25. November 1904 Hechingen (Hohenzollern)
gestorben: 22. April 1987 München
Konfession: evangelisch
Vater: Kaufmann

Alfred Faeßler

Nach dem Abitur am Reformrealgymnasium Hechingen studierte Faeßler Physik, Chemie und Mineralogie an den Universitäten Tübingen und Freiburg. Er legte das Chemikerverbandsexamen ab und wurde Hilfsassistent im Physikalisch-chemischen Institut der Universität Freiburg. 1929 promovierte er hier mit einer Arbeit über die quantitative röntgenspektographische Analyse zum Dr. phil. nat. Von 1931 bis 1933 war er Rockefellerstipendiat am California Institute of Technology in Pasadena. Von Juni 1933 bis Januar 1938 hatte er eine Assistentenstelle am Institut für Physikalische Chemie der Universität Freiburg inne. 1935 und 1936 absolvierte er militärische Übungen (ROA). Ab Februar 1938 war er Assistent am Institut für Experimentelle Physik der Universität Halle, 1939 habilitierte er sich mit einer Arbeit zu den Kristallstrukturen erkaltender Minerale. 1940 wurde Faeßler zum Dozenten ernannt, die Lehrprobe hielt er über »Die Erzeugung sehr schneller Ionen für Kernumwandlungsversuche«. Faeßler war für das Heereswaffenamt tätig und spätestens ab 1942, so formulierte es sein Institutsleiter Wilhelm Kast, war er »nicht zu entbehren, da er zur Zeit mit wehrwichtigen Arbeiten im Auftrage des Reichsamtes für Wirtschaftsausbau beschäftigt ist.« Mit dem »Abderhaldentransport« deportiert, wurde Faeßler in Abwesenheit von der Universität Halle entlassen. 1946 durch die Spruchkammer Dieburg/Hessen entnazifiziert, wurde er 1948 zum außerordentlichen Professor der Universität Freiburg ernannt. Von 1956 bis zur Emeritierung war er ordentlicher Professor für Experimentalphysik an der Universität München.

Organisationen: Im November 1933 Eintritt in die SA, 1934 NSLB, am 1. Mai 1937 Aufnahme in die NSDAP (Mitglied Nr. 5 061 240).

Quellen: UAHW, Rep. 11, PA 5926 (Faeßler); UAHW, Rep. 6, Nr. 1407.

Autor: HE

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