Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Johannes Ficker

geboren: 12. November 1861 Leipzig-Neureudnitz
gestorben: 19. Juni 1944 Halle
Konfession: evangelisch-lutherisch
Vater: Pfarrer

Johannes Ficker

Geboren in Leipzig als Sohn eines evangelisch-lutherischen Pfarrers, absolvierte Ficker bis 1880 das Gymnasium in Leipzig und studierte in seiner Heimatstadt von 1880 bis 1884 Theologie. 1884 bis 1886 war er Prediger in Leipzig, 1886 legte er das zweite theologische Examen in Dresden ab und promovierte an der Universität Leipzig zum Dr. phil. mit dem Hauptfach Kunstgeschichte. Als Stipendiat des Deutschen Archäologischen Institutes reiste Ficker nach Rom und Spanien. Im Dezember 1890 wurde er in Halle zunächst zum Lic. theol. promoviert, dann für das Fach Kirchengeschichte habilitiert. 1892 erhielt Ficker eine planmäßige außerordentliche Professur an der Universität Straßburg, 1900 wurde er dort ordentlicher Professor, 1912 amtierte er als Rektor. 1917 nahm er einen Ruf nach Halle an, lehrte jedoch zunächst als Vertriebener 1918/19 vorübergehend in Freiburg. Von 1919 bis zur Emeritierung 1929 nahm er ein kirchengeschichtliches Ordinariat an der Universität Halle wahr. Ficker entdeckte und edierte die Manuskripte der frühen Vorlesungen Luthers über den Römer- und Hebräerbrief. Er war ein entscheidender Protagonist der Luther-Renaissance, 1941 wurde er mit der Goethe-Medaille ausgezeichnet.

Organisationen: -

Quellen: UAHW, Rep. 11, PA 6015 (Ficker); UAHW, Rep. 6, Nr. 1407; NDB 5, S. 134.

Autor: HE

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