Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Otto Finck

geboren: 28. April 1895 Hettstedt
gestorben: 7. September 1992 Hettstedt
Konfession: evangelisch
Vater: Postbeamter

Otto Finck

1913 legte Finck die Reifeprüfung an der Latina der Franckeschen Stiftungen ab, ein Studium der Theologie, Germanistik und Musik schloss sich an. Am Krieg nahm Finck als Unteroffizier an der Westfront teil, wo er 1916 in französische Kriegsgefangenschaft geriet. 1920 kehrte er zurück und setzte das Theologiestudium fort. 1921 legte er das erste, 1923 das zweite Examen ab. Im Sommer 1923 arbeitete Finck auf dem Kohleplatz der Pfännerschaft in Halle, im Herbst 1923 konnte er seine erste Pfarrstelle in Breitenstein im Harz antreten. 1924 wurde er nach Saubach bei Eckartsberga versetzt und 1933 zum Leiter der Evangelischen Stadtmission in Halle ernannt. Finck sympathisierte 1933/34 mit den Deutschen Christen, zog sich jedoch 1935 von dieser Bewegung zurück. Laut eigenem Lebenslauf folgten ab 1935 mehrfach Zusammenstöße mit der Gestapo, Finck sei von dieser »ständig verfolgt« und in seiner Arbeit »wesentlich eingeschränkt« worden. Die andauernden »Maßregelungen und Quälereien« der Geheimen Staatspolizei hätten ihn »gesundheitlich schwer geschädigt.« Trotzdem erhielt Finck 1938 einen Lehrauftrag an der Martin-Luther-Universität für musikalische Liturgik. Dieser wurde 1950 durch das Ministerium für Volksbildung der DDR widerrufen.

Organisationen: NSV.

Quellen: UAHW, Rep. 11, PA 6057 (Finck).


Bild: UAHW

Autor: HE

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