Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Paul Frankl

geboren: 22. April 1878 Prag
gestorben: 30. Januar 1962 Princeton
Konfession: katholisch
Vater: Kaufmann

Paul Frankl

Nach dem Studium der Baukunst und ihrer Geschichte an den Technischen Hochschulen Prag, München und Charlottenburg arbeitete Frankl als Architekt in einem Büro. 1907 begann er ein Studium der Kunstgeschichte in München, das er 1910 mit der Promotion abschloss. 1914 habilitiert, wurde er 1920 zum außerordentlichen Professor ernannt und 1921 als ordentlicher Professor der Kunstgeschichte nach Halle berufen (Nachfolger Waetzoldts). Im April 1933 wurde er wegen seiner jüdischen Vorfahren auf Grund § 6 des Berufsbeamtengesetzes beurlaubt. Im Oktober 1933 wurde er reaktiviert, aber am 5. April 1934 erneut in den Ruhestand versetzt. 1938 unternahm er eine Vortragsreise durch die USA. Durch Krankheit war ihm die Rückkehr nicht möglich, 1939 emigrierte er auch formell. 1940 wurde er Mitglied des Institute for advanced Study in Princeton, 1948 war er kurzfristig Gastprofessor an der Universität Berlin.

Quellen: UAHW, Rep. 11, PA 6208 (Frankl); Biogr. Handb. der deutschsprachigen Emigration, Bd. 2, S. 321 f.; Wendland, S. 155 ff.

Autor: HE

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