Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Rudolf Freisleben

geboren: 11. März 1906 Desden
gestorben: 9. Oktober 1943 Dresden
Konfession: evangelisch
Vater: Fabrikbesitzer

Rudolf Freisleben

Von 1925 bis 1930 studierte Freisleben an den Universitäten München und Leipzig sowie an der TU Dresden Naturwissenschaften. 1930 legte er die Staatsprüfung für das höhere Lehramt ab. Danach war er Studienreferendar und -assessor, später Hilfsassistent an der Universität Dresden. Dort promovierte er 1932. Danach arbeitete er an der Forstschule Tharandt über die Mykorrhizen der Waldbäume und Ericaceen. 1934/35 erhielt er im Rahmen der Akademikerhilfe der Notgemeinschaft der Deutschen Wissenschaft ein Stipendium für die Arbeit am Institut für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung der Universität Halle, im Juli 1935 wurde er hier planmäßiger Assistent. 1936 habilitierte er sich mit einer genetischen Arbeit und wurde zum Dozenten ernannt. Ab 1937 bearbeitete er das Gerstensortiment der Deutschen Hindukusch-Expedition und setzte seine genetischen Forschungen vor allem zu polyploiden Rassen von Kulturpflanzen fort. Seit 1935 absolvierte Freisleben Wehrmachtsübungen, 1939 wurde er eingezogen. 1941 war er Leiter einer Expedition in das zentrale Massiv des Balkan zur Sammlung von Sämereien im Auftrag des Reichsforschungsrates und des Oberkommandos der Wehrmacht (Amt Wissenschaft). 1942 leitete er eine Exkursion nach Griechenland. Im April 1943 zum außerplanmäßigen Professor ernannt, erging an ihn wenig später ein Ruf an die Universität Würzburg. Bevor Freisleben die Stelle antreten konnte, starb er nach kurzer Krankheit im Lazarett Dresden.

Organisationen: Im Mai 1933 Eintritt in die SA, 1937 Aufnahme in die NSDAP.

Quelle: UAHW, Rep. 11, PA 6237 (Freisleben).

Bild: UAHW

Autor: HE

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