Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Otto Frese

geboren: 15. Mai 1871 Bremen
gestorben: 27. Juni 1955 Halle
Konfession: evangelisch
Vater: Senator

Otto Frese

Frese besuchte die Schule in Bremen. Nach dem Militärdienst studierte er Medizin in Heidelberg, Berlin und Straßburg. Dort wurde er 1896 approbiert und promovierte zum Dr. med. Er war als Volontärassistent an der psychiatrischen Universitätsklinik Heidelberg tätig, als Schiffsarzt beim Norddeutschen Lloyd reiste er nach Ostasien und Amerika. 1898 wurde er Assistenzarzt an der Medizinischen Universitätspoliklinik Halle, später in Königsberg und ab 1900 an der Medizinischen Universitätsklinik Halle. Hier habilitierte er sich 1902, von 1904 bis 1908 war er Oberarzt der Klinik, danach betrieb er eine private Praxis. 1908 erhielt er den Professorentitel, 1921 wurde er zum nichtbeamteten außerordentlichen Professor ernannt. Von 1914 bis 1918 diente er als Stabsarzt, später Oberstabsarzt in einer Sanitätskompanie (ausgezeichnet mit dem Eisernen Kreuz I. und II. und dem Hanseatenkreuz). Von 1919 bis 1921 war er Mitglied der Bürgerwehr zur Bekämpfung kommunistischer Unruhen. 1923 wurde er leitender Arzt der Heilanstalt Weidenplan, mehrere Jahre lang war im Senat der Universität Vertreter der Nichtordinarien. 1937 wurde Frese von den Lehrverpflichtungen entbunden.

Organisationen: 1933 Mitglied des Stahlhelm, überführt in den NSDFB.

Quellen: UAHW, Rep. 11, PA 6253 (Frese); UAHW, Rep. 6, Nr. 1407.

Bild: UAHW

Autor: HE

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