Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Eligius Freudl

geboren: 25. November 1875 Oldendorf Kreis Landskron (Ostböhmen)
gestorben: 30. November 1951 Linz (Österreich)
Konfession: römisch-katholisch
Vater: Landwirt und Wassermeister

Eligius Freudl

Die Reifeprüfung legte Freudl am Staatsobergymnasium Landskron ab. Er studierte Landwirtschaft an der Hochschule für Bodenkultur in Wien sowie Mathematik an der Universität Wien. Nach dem Examen als Diplomlandwirt (1897) arbeitete er an der Samenkontrollstation der Wiener Landwirtschaftlich-botanischen Versuchsstation und promovierte zum Dr. phil. Von 1900 bis 1910 war Fleudl als Beamter im Ackerbauministerium in Wien tätig, 1911 erhielt er eine Professor für Pflanzenzüchtung, Hopfen- und Weinbau an der Landwirtschaftsakademie Tetschen-Bodenbach. Bei der Eingliederung der Akademie in die Deutsche Technische Hochschule Prag blieb Freudl als Leiter der Versuchsanstalt für Pflanzenzüchtung im Amt. Nach der Besetzung des Sudetengebiets und der Bildung der Landwirtschaftshochschule Tetschen-Liebwerd wurde er 1940 als ordentlicher Professor und Institutsdirektor bestätigt. 1945 ausgesiedelt, war er zunächst als freiwilliger wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Lehr- und Forschungsanstalt für Gartenbau in Pillnitz bei Dresden tätig. 1946 erhielt er einen Lehrauftrag an der Universität Halle und wurde 1947 zum Professor mit Lehrauftrag für Pflanzenzucht berufen. In der Landwirtschaftlichen Fakultät baute Freudl ein Institut für Gemüsebau auf. 1950 wurde Freudl, siebzigjährig, krankheitshalber emeritiert und siedelte nach Österreich über.
An der Landwirtschaftlichen Hochschule Tetschen-Liebwerd unternahm Freudl zahlreiche Anbauversuche mit Kartoffeln und Kleesaaten, ab 1940 war er mit der Züchtung von Zichorien befasst. Außerdem konstruierte er Geräte, etwa zu Messung der Korndicke und Korngleichmäßigkeit

Organisationen: 1939 bis 1945 Opfering der NSDAP, NSV, Reichskolonialbund, Reichsluftschutzbund, 1940 bis 1945 NSD-Dozentenbund, DRK, bis 1939 Vorsitzender des Deutschen Saatzuchtvereins für die Tschechoslowakei

Quellen: UAHW, Rep. 11, PA 6256 (Freudl); Gerber, Persönlichkeiten, S. 199 f.

Autor: HE

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