Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Walter Gärtner

geboren: 10. Mai 1899 Oehringen
gestorben: 5. Juni 1952 Tübingen
Konfession: evangelisch
Vater: Amtmann

Walter Gärtner

Die Reifeprüfung bestand Gärtner 1917 in Schwäbisch Hall. Von 1917 bis 1919 leistete er Kriegsdienst (ausgezeichnet mit der Silbernen Militärdienstmedaille), entlassen wurde er als Unteroffizier. Gärtner studierte Medizin in Würzburg, Freiburg und München. 1926 erhielt er die Approbation und promovierte zum Dr. med. 1926/27 war er Assistent an der Chirurgischen Universitätspoliklinik München, ab 1928 an der Psychiatrischen und Nervenklinik Halle. Hier erhielt er zunächst ein Stipendium der Notgemeinschaft der deutschen Wissenschaft, später eine reguläre Assistentenstelle. 1936 habilitierte sich Gärtner mit einer experimentellen Arbeit über Nervenkrankheiten bei Affen und wurde zum Dozenten ernannt. 1937 wurde er Oberarzt der Nervenklinik und war Gutachter für das Erbgesundheitsgericht Magdeburg und das Erbgesundheitsgericht Halle. Im Sommersemester 1939 vertrat er den vakanten Lehrstuhl. Seit 1936 in Übungen ausgebildet und zum Oberarzt der Reserve ernannt, wurde Gärtner im August 1939 eingezogen und war zunächst in Polen, später an der Ostfront eingesetzt (1943 befördert zum Oberstabsarzt).

Organisationen: November 1933 Eintritt in die SA (2. Arzt der Standarte 75; Obertruppführer, 1941 Sturmführer, zuletzt Sturmbannarzt), Aufnahme in die NSDAP am 1. Mai 1937 (Mitglied Nr. 4 048 286)

Quellen: UAHW, Rep. 29, F II Nr. 3 Bd. 2; UAHW, Rep. 11, PA 6453 (W. Gärtner); Auskunft des Standesamtes Öhringen.

Autor: HE

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